BATTALION – UNDERDOGS (2010)

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Meine erste Begegnung mit den Schweizern BATTALION hatte ich auf dem letztjährigen Winternachtstraum-Festival, wo die Eidgenossen nicht nur mich mit ihrer fetten Liveshow begeisterten und bei so manchem Konzertbesucher für runtergeklappte Unterkiefer sorgten. Trotz des Vorsatzes, mich danach intensiver mit der Band zu beschäftigen, habe ich BATTALION aus den Augen verloren. Bis mich vor wenigen Tagen ein Exemplar ihrer neuen CD "Underdogs" erreichte.

Fans der Band werden beim Anblick des Covers ein Deja-Vu haben. So diente das ursprünglich für SAXONS "Metalhead" erstellte Abbild des hübschen jungen Mannes bereits als Cover für das selbstproduzierte Album "The Fight For Metal" aus dem Jahr 2006. Auch die Namen einiger Songs von "Underdogs" finden sich bereits auf diesem Album.

Stilecht legen BATTALION mit einer möglichen neuen Genrehymne los. 'Thrash Maniacs' hat alles, was ein guter Thrashsong braucht: Mitreißende pfeilschnelle Riffs, eine solide Rhythmusfraktion und ordentlich wütenden Gesang. Bei 'Headbangers' wird das Tempo gedrosselt und den Hörer erwartet ein Midtempobanger. Bereits hier zeigt sich ein Manko der CD: Während die schnelleren Sachen (z.B. 'Running Alone' oder 'Beggar´s Right') durchaus zu gefallen wissen, können die eher langsameren Songs ( 'Headbangers', Wings Of A Demon', das überlange 'Stalingrad' (mit eher untypischem Sprechpart im Mittelteil) und Teile von 'Dictators of Stone' nicht richtig zünden und bremsen so abrupt aus.

Das die Jungs ihre Instrumente beherrschen und geile (schnelle) Thrashsongs schreiben können, wird auf "Underdogs" klar. An die Power der Liveshow kommt der Vierer, auch bedingt durch die recht dumpfe Produktion, aber leider nicht ran.

Aktualisiert (Montag, 08. Februar 2010 um 21:35 Uhr)