Bullet/ Enforcer/ Skullfist, 18.04.2011 München Backstage
Nachdem ich das Package in der Vorwoche bereits im Kölner Underground bestaunen konnte, durch meine Flyertätigkeit an der Tür die erste Band des Abends aber nur halb mitbekam und überhaupt nochmal richtig Bock auf eine anständige Metalparty hatte, machte ich mich auf den Weg in den Süden der Republik, um den Besuch eines alten Schulfreundes mit dem in der Überschrift genannten Konzert zu krönen.
Dort konnte ich dann den Opener, SKULLFIST aus Kanada, in Gänze bestaunen. Lupenreiner Old School Heavy Metal mit hohem Gesang von Fronter Jackie Slaughter und geilen Gitarrenleads von Sir Shred machten nicht nur mir mächtig Laune. Im Gegensatz zu Köln schien die Formation hier auch bereits populärer zu sein, da viele Fans bereits mit ihren Leibchen im Backstage aufschlugen. Und mit Granaten der Marke 'Ride The Beast', 'Sign Of The Warrior' („It´s a song about a warrior and his sign. Sign Of The Warrior”) 'Heavier Than Metal' und dem abschließenden 'No False Metal', bei dem Sir Shred seinen Frontmann Bon Scott-like auf den Schultern trug, machte sich das sympathische Quartett bestimmt viele neue Freunde.
Ähnlich wie beim Konzert in Köln spalteten ENFORCER die Fans. Ein vollkommen übersteuerter und extrem hektisch wirkender Sound und das recht statische Auftreten der durch den Ausstieg von Gitarrist Adam Zaarst zum Quartett geschrumpfte Band machten ENFORCER für viele Fans zum musikalischen Reinfall des Abends. Andere hingegen lobten den Auftritt in den höchsten Tönen. Naja, Geschmäcker sind halt verschieden. Nachdem ich mir die Band in Köln komplett angesehen und ihren Auftritt für belanglos befunden hab, bin ich in München nach den ersten zwei Sogs auf einen gemütlichen Plausch vor die Halle gegangen.
Bei BULLET waren wir aber alle wieder da. Und womit? Mit Recht. Bereits mit dem Opener 'Highway Pirates' stieg der Partypegel merklich und sollte auch nicht mehr wirklich sinken. Auf der größeren Bühne im Backstage fühlte sich die Band merklich wohl und zeigte sich musikalisch wie optisch von ihrer besten Seite und nutzten den Platz voll aus. Hits der Marke "Shout It Out Loud", "Heading For The Top", "Pay The Price" oder "Bite The Bullet" als abschließende Zugabe kamen erwartungsgemäß gut beim feierwütigen Publikum an. Der Schweden-Fünfer ist einfach ein Garant für eine anständige bierselige Rock´n´Roll-Party. Leider war die Spielzeit mit einer guten Stunde recht knapp. Bei einer Band, die inzwischen drei Full Lenght-CDs auf dem Markt hat und eine Headlinershow spielt, könnte es gerne etwas mehr sein. Auch die Solo-Spielereinen der beiden Gitarristen Eric Almström und Hampus Klang hätten in diesem Kontext gut etwas kürzer ausfallen und dafür ein weiterer Song auf die Setlist rutschen können. Sei´s drum. Enttäuscht war vermutlich keiner der Konzertbesucher. Und so ging die Party im lauschigen Biergarten des Backstage noch ein wenig länger…














