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Hellyeah das nenne ich mal geballte Girl-Power! Elf Songs in ein wenig mehr, als einer halben Stunde. Dafür nach dem Motto „No fillers, all killers!” Die drei Mädels hauen frech Kiss, Suzi Quatro, Runaways, New York Dolls und ähnliche Bands dieses Genres munter durch den Häcksler und brauen ihre eigene Songs daraus. Wahrlich keinerlei Überraschungen oder Crossoverexperimente, einfach nach dem Motto „I Love Rock ‘N‘ Roll“ runtergeschrubbte Mitgröhlnummern. Herrlich unbekümmert rocken die Tigerinnen sich die in glitzernde Overalls gepackten Ärsche ab, und es macht enorm Spaß. Selbst Michael Monroe und die Backyard Babies ließen sich schon von den Ladies supporten. Ein Album für alle Fans der Glamschiene, aber auch wer den rotzigen Rock einer Joan Jett für sich entdeckt hat, ist hier goldrichtig. Wer noch mehr hören möchte, sollte sich auch die Debut Scheibe „Saigon Kiss“ mal zu Gemüte führen. Und wie es sich für diese Art Mucke gehört, gibt es die natürlich stilecht auf Vinyl!

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Repulsive Vision – Look Past The Gore And See The Art (2017)

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Mit "Look Past The Gore And See The Art" werfen die 2010 gegründeten UK-Death Metaller REPULSIVE VISION fünf Jahre nach der EP "Severed Alive" ihr Full Lenght-Debut auf den Markt.

 

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Nein, Fortuna war den Kölnern GUN BARREL in den letzten Jahren nicht wirklich hold. Im Sommer 2005 wurde bei Gitarrist und Urmitglied Rolf Tanzius ein Aneurysma festgestellt, das ihn erstmal zu einer Auszeit zwang. Eine kleine Headlinertour durch Europa im April 2016 wurde kurzfristig gecancelt. Aber auch bei den wenigen Liveauftritten konnte die Band selten die Power der vergangenen Jahre entwickeln. GUN BARREL wirkten oftmals spürbar eingerostet.

 

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Die Zeitmaschine katapultiert mich zurück in das Jahr 1980. Ich war der kleine Junge, der mit großen Augen den Special Guest der Udo Lindenberg „Die Heizer kommen“ Tour bewundert. Diese unvergleichliche Zeit mit einem Backstage Pass hautnah am Geschehen, und sogar noch zwei weitere Tage mit dem ganzen Tross im Kölner Hotel Leonet. Bei der Abreise trug ich Helens Koffer zum Nightliner, und bekam als Dankeschön eine persönliche Autogrammkarte und einen dicken Kuss von ihr. Unvergessliche Momente! Das sind die Gedanken, die mir während der Fahrt zur Bonner Harmonie gerade durch den Kopf gehen. Und heute, ganze sechsunddreißig Jahre später, steht Sie wieder vor mir auf der Bühne in der schnuckeligen Harmonie.

Pünktlich beginnt Helen Schneider ihren Gig, ohne Vorband ganz intim mit akustischer Gitarren und Kontrabassbegleitung. Die Harmonie in Bonn ist in meinen Augen die erste Wahl für musikalische Leckerbissen dieser Art. Vor Jahren vom WDR ton-und lichttechnisch optimiert, ist hier jede Show ein Genuss. Heute hat man bewusst die bestuhlte Variante gewählt. Mit zusätzlich kleinen Tischen entwickelt sich eine ganz eigene, ja wirklich intime Atmosphäre. Und Helen strahlt diese wunderbare Aura einer charismatischen Chanteuse aus. Mit silbergrauem Haar und den immer noch strahlenden Augen, präsentiert sie ihre kleinen Geschichten und die wunderbaren Songs aus ihrem letzten Album „Collective Memory“. Das Publikum hängt an ihren Lippen und genießt ihre ausdrucksstarke Stimme. Auch die beiden Musiker Jo Ambross(Gitarre) und Oliver Potratz(Kontrabass) sind allererste Sahne. Eine absolut präzise, ja perfekte akustische Untermalung zu Helens Geschichten die sie in ihren Liedern verpackt. Heute erfahren wir viel über ihre Freundin Linda, den schmerzlichen Verlust ihres langjährigen Ehemanns George Nassar der 2010 verstarb, und all die kleinen und großen Dinge die einem so im Leben widerfahren. Es ist einfach berührend, und auch wenn die Zeiten der Rockmusik bei ihr lange vorbei sind, fasziniert diese Stimme auf ganzer Linie. Ich denke jedoch, heute Abend ist hier außer uns niemand, der Helen aus dieser Zeit noch kennt. Nach guten zwei Stunden erstklassiger Unterhaltung, verabschiedet das anwesende Publikum das Trio mit Standing Ovations. Und direkt nach der Show erscheint die Lady im Saal, um sich mit den Leuten zu unterhalten. Ich erzähle Ihr meine eingangs erwähnte Erinnerung, und sie strahlt mich an und sagt „Ich hoffe du wartest jetzt nicht wieder solange bis zur nächsten Show“. Ist versprochen Crazy Lady! So kaufen wir noch die aktuelle Vinylscheibe, die Helen uns mit einer sehr persönlicher Widmung verziert, und lassen einen wunderschönen Abend ausklingen.  zur Fotostrecke auf flickr

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Lange haben wir dem Datum entgegen gefiebert und auf die Umsetzung der guten Nachricht gewartet. The Dirty Denims spielen ihre Comeback Show im PopEi in Eindhoven. Nun fragt man sich warum eine junge Band bereits eine Comeback Show spielt. Ganz einfach, aus gesundheitlichen Gründen musste Basserin Ashley ein Jahr pausieren. Derweil waren die andern Bandmitglieder nicht untätig und rockten als DC/Denims die Bühnen unseres Nachbarlandes. AC/DC Cover sind zwar auch ganz nett, aber eben nicht The Dirty Denims. Und so fahren wir nun Richtung Eindhoven, was sich ab der niederländischen Grenze als ziemliches Schneeabenteuer entpuppt. Aber Rock‘n‘ Roll kennt keine Ausreden, also Augen zu und durch. Wirklich glatt sind allerdings nur die 300 Meter Fußweg vom Parkhaus zur Location. Übrigens ein wunderschönes Restaurant mit Saal, freundlicher Bedienung, liebevoll eingerichtet mit leckeren Burgern und einer Vielzahl an Bierspezialitäten.

Pünktlich um halb Neun startet die erste Supportband Code Of Conduct , die heute ihren allerersten Liveauftritt absolvieren. Dafür räumen die Jungs gleich mal so richtig ab, eine Melange aus Kick Ass und Punk die richtig Spaß macht und das Publikum ordentlich vorglüht. Mich erinnert es ein wenig an Blink 182. Außergewöhnlich das Show Konzept, vom Auftreten in Anzug und Krawatte mit dem obligatorischen Aktenkoffer sowie Mindmapping Monitor und Whiteboard auf der Bühne. Wer in einer amerikanisch geführten Firma arbeitet, weiß wovon ich spreche. Als Merch bietet man schließlich den Code Of Conduct Kaffeebecher an. Klasse Premiere der Jungs, und die halbe Stunde Spielzeit ist im Handumdrehen vorbei.

Jetzt wird flott umgebaut, und dann geht es auch schon mit Red Devil weiter. In Punkto Innovation hinken die Devils jetzt meilenweit hinter den Jungs von CoC her, sind aber durchaus in der Lage das Stimmungslevel mit ihrem stark an AC/DC orientiertem Mitstampf Rock zu halten. Es hat so ein wenig was von den spanischen Matadoren ’77 , wobei der Leadgitarrist nicht ganz so den Derwisch macht wie der Knabe aus Barcelona. Sauber spielen tun die Jungs allemal, und zocken so eine gute Dreiviertelstunde munter durch den Saal bzw. über die beiden kurzen Catwalks links und rechts von der Bühne.

So noch ein leckeres Bierchen zwischendurch, und dann starten The Dirty Denims endlich ihre Show. Die Eröffnungsmelodie von The Donnas „Dirty Denim“ begleitet den Einmarsch stilvoll. Und als hätte es nie eine Pause gegeben, brettern Mirjam, Ashley, Jeroen und Thomas direkt los. Ja da ist er wieder, dieser unbekümmerte Teenager Rock, Happy Hard Rock mit rotzigem Punkeinschlag. Ich danke heute noch Henny Wolter von den Nitrogods, der mir diese Band vor einigen Jahren empfohlen hat. Frontfrau Mirjam explodiert förmlich vor Energie und es gibt wohl kein Fleckchen Bühne auf dem sie nicht abrockt wie die Leibhaftige. Diese Band zelebriert ihr Programm mit so viel Spaß und Spielfreude, dass einfach jeder im Publikum mitgerissen wird. Heute Abend ist natürlich ein ganz besonderer Anlass, und so erscheint als erster Special Guest Ex Basserin Lionne für die beiden Nummern „Baby Let’s Go“ und „Gonna Get It“. Eigentlich sollte auch die zweite Ex-Basserin Sabine einen kleinen Auftritt hinlegen, leider hat sie es aufgrund der Witterung nicht bis zum PopEi geschafft. Der Stimmung tut dies keinen Abbruch und das sympathische Quartett haut einen Gassenhauer nach dem nächsten raus. Im Saal tobt die Menge, ja es wird sogar ein wenig gemosht vor der Bühne. Überhaupt ist Publikumsnähe eine der Paradedisziplinen der Denims. Ob auf der Bühne, auf den Catwalks oder ein direktes Bad in der Menge. Es passiert ständig etwas, und jetzt wird noch einmal schnell das Drumkit umgebaut um eine Einlage der DC/Denims folgen zu lassen. Ja das sind die Songs die wohl jeder kennt egal wie alt oder welche Musik sie oder er sonst so hört. „Thunderstruck“ und „Whole Lotta Rosie“ sind Weltklasse, und mit dem Charisma dieser Mädels und Jungs aus Eindhoven rockt es nochmal so gut. Gleich aber wieder zurück zu den Denims und weiter geht es im Set. Natürlich kommt auch der Ersatzdrummer vom letzten Jahr noch einmal zum Zuge, er musste Thomas ersetzten der auf Weltreise war wenn ich das richtig verstanden habe. Funkensprühende Energie bestimmt von Anfang bis Ende den Auftritt, da muss man einfach mitgehen. Mirjam fegt mittlerweile im Ledermini so gar nicht ladylike über die Bühne, ganz im Gegenteil, hier ist eine Rampensau par excellence am Werk. Also munter weiter im Programm. Und hier ist Volldampf angesagt, inklusive der obligatorischen Wunderkerzennummer als quasi retro Pyrotechnik. Einfach herrlich wie diese Band einen mitreißt. Ich bin schon ganz gespannt auf das neue Album, für das nebenbei erwähnt ein old School Crowdfunding läuft. Soll heißen am Merchstand steht ein Sparschwein bereit, in das jeder seine Beteiligung einwerfen kann! Leider geht natürlich auch die schönste Show einmal zu Ende, natürlich nicht ohne eine lautstark geforderte Zugabe „Hit Me With Your Best Shot“ zu spielen. Und Minuten später stehen die Denims schon am Merch bereit um mit den Fans auf Tuchfühlung zu gehen. Dafür fährt man doch gerne mal 160 Kilometer durch Eis und Schnee.

Setlist: Fit In Stand Out, Going Out, Rock’n Roll Victim, What I Like About You, Baby Let’s Go, Gonna Get It, Heartbeat, Money Back Guarantee, Don’t Waste My Time, Black Cross, Thunderstruck, Whole Lotta Rosie, Highway To Hell, Dirty Job, Male Up Your Mind, Hard To Get, 24/7/365, Famous, Hit Me With Your Best Shot Dirty Denims Fotostrecke auf flickr