Nervosa/ Hopelezz, Köln MTC 26.07.2018

von honk

Die Sonne brennt vom Himmel, die Festivalsaison liegt in vollen Zügen – nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Gig in einem Kellerraum. Trotzdem hat sich zur im Vorfeld angegeben Einlasszeit schon eine beachtliche Anzahl an Menschen vor dem Kölner MTC eingefunden und versorgt sich am danebenliegenden Büdchen mit gekühlten Getränken.

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HOLLYWOOD VAMPIRES, THE DARKNESS - MG, Sparkassenpark 14.06.2018

von pistol

Nun bin ich eigentlich kein großer Freund von Open Air Konzerten oder Stadion Veranstaltungen, aber die Hollywood Vampires wollten wir uns nun mal nicht entgehen lassen. Und wie könnte es anders sein, auf dem Weg zum Sparkassenpark nach Mönchengladbach schüttet es wie aus Eimern, obwohl die Wetter App eigentlich nur etwas Bewölkung ansagt. Nun gut, scheinbar die falsche App rausgesucht. Erfreulicherweise gibt es für die Presse schon mal einen kostenlosen Parkplatz direkt vor dem Hauptportal, den roten Teppich suche ich zwar vergebens, aber so brauchen wir zumindest nicht im Regen stehen bis zum Einlass. Glücklicherweise hat der Wettergott aber ein Einsehen, und stellt kurz vor Showbeginn den Wasserspender ab. Etwas Verwirrung gibt es beim ersten Fotocall, aber letztlich wird dann doch noch alles gut.

Pünktlich um 20:00 stürmen dann auch The Darkness auf die Bühne, und beginnen ihre kunterbunte Bubblegum Show. Die Spandexanzüge der Anfangszeit trägt Sänger Justin Hawkins zwar nicht mehr, aber dafür glänzt Bass Spieler Frankie Poullain durch sein modebewusstes Auftreten mit Afrolook und quietschgelben Outfit. Die Jungs zocken auch direkt los und spielen ihre Glam Rock orientierten Songs frisch und voller Spielfreude runter. Justin versucht immer wieder mit dem Publikum zu interagieren, aber das ist scheinbar nicht wirklich der englischen Sprache mächtig und versteht die humoristischen Einlagen nicht unbedingt. Jedenfalls bleiben die erwarteten Lacher größtenteils aus. Aber egal, die Jungs machen Spaß und es kommt nicht von ungefähr, dass ich das eine oder andere Mal an eine liebevolle Hommage an Queen denke. Immerhin sitzt mit Rufus Taylor einer der Söhne Roger Taylors am Schlagzeug. Die zurückliegenden Querelen innerhalb der Band sind jedenfalls Schnee von gestern, man hatte sich ja seinerzeit vom Sänger getrennt, ist aber seit 2011 wieder am Ball, wie auch das 2012 erschienene Album „Hot Cakes“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Ein schöner Gig auf alle Fälle, der zeitlich allerdings keine Zugabe mehr vorsieht. Ein straffer Zeitplan zwingt The Darkness leider von der Bühne.

Setlist: Solid Gold, Growing on Me, Love Is Only a Feeling, Japanese Prisoner of Love, One Way Ticket, Barbarian, Buccaneers of Hispaniola, Get Your Hands Off My Woman, I Believe in a Thing Called Love

Nach raschem Umbau erscheint nun die wohl derzeit am besten bezahlte Coverband der Welt, die Hollywood Vampires in der Besetzung Alice Cooper, Johnny Depp, Joe Perry, Chris Wyse, Tommi Henrikson, Glen Sobel und Buck Johnson auf der Bühne. Nach dem Intro von Bela Lugosi's „Dead, The Last Vampire“ kristallisiert sich ziemlich schnell heraus, dass ein Großteil des Publikums wegen Johnny Depp und Alice Cooper gekommen ist. Und der wie immer äußerst charismatische Alice hat die Menge auch direkt in der Hand, egal ob er mit seinem eigenen Programm auftritt oder wie heute eben als Teil der Vampires. Somit steht der ultimativen Vollbedienung mit Gassenhauern von Supergroups wie Aerosmith, The Doors, AC/DC, The Who und vielen anderen nichts mehr im Wege. Und zu meinem Erstaunen glänzt auch Piratenkönig Johnny Depp durch virtuoses Spiel und hervorragenden Gesang. Es gibt nicht viele Musiker, denen ich zugestehen würde „Heroes“ von David Bowie zu covern. Gut, Lemmy Kilmister durfte das, ich denke er sitzt mit Bowie jetzt sowieso an der Bar irgendwo im Universum. Aber Johnny Depp macht seine Sache extrem gut und interpretiert den Song wirklich beeindruckend mit echtem Gänsehautfeeling. Überhaupt kommen die Klassiker der Rockgeschichte unheimlich frisch rüber, mit viel Spielfreude und Liebe interpretiert. Genial auch die Videoshow zu „People Who Died“, die auf der großen Leinwand alle unsere liebgewonnenen Helden der Vergangenheit zeigt. Einerseits traurig alle diese großen Charakteren von Jimi Hendrix über David Bowie bis hin zu Lemmy Kilmister noch einmal übergroß zu sehen, immer mit dem Bewusstsein dass sie nie wieder auf der Bühne stehen werden, gut außer Alice Cooper als letzter der Untoten, wie er so schön zwischendurch anmerkte. Das hat schon etwas Ergreifendes, und man sieht die eine oder andere Träne kullern. Und wenn man schon Joe Perry dabei hat, müssen natürlich auch Aerosmith Klassiker wie „Sweet Emotions“ zum Besten gegeben werden, gar keine Frage. Selbst diese Stücke funktionieren hervorragend gut, auch ohne Steven Tyler. Selbst Gitarrist Tommi Henriksen, der jetzt nicht durch die große Bühnenpräsenz glänzt, versteht sein Handwerk vortrefflich. Spielte er doch schon mit Doro, Lady Gaga, George Lynch und vielen anderen zusammen. Das ganze Ensemble lässt keine Minute das Gefühl aufkommen, das sich hier ein paar alternde Rockstars wegen des Geldes zusammen getan haben, sondern einfach aus Spaß am gemeinsamen Musizieren. So geht eine kurzweilige Show dann leider zu Ende. Aber es gibt ja noch eine Zugabe, ja und wenn Alice Cooper auf der Bühne steht kann ja eigentlich nur noch „Schools Out“ folgen. Dazu werden riesige Luftballons in die Menge geworfen, und das wachsame Auge bemerkt sofort, das man selbst für diesen Job eine prominente Mitarbeiterin angeworben hat. Als amtliche Ballonschubserin war nämlich Jen Majura, die Gitarristin von Evanescence mit am Start. Alles in allem ein wunderbares Konzerterlebnis, das mit dem Outro „Anarchy In The UK“ von den Sex Pistols würdig ausklang.

Setlist: I Want My Now, Raise the Dead, Five to One / Break On Through (The Doors cover), The Jack (AC/DC cover), Ace of Spades (Motörhead cover), Baba O'Riley (The Who cover), As Bad As I Am, The Boogieman Surprise, I'm Eighteen (Alice Cooper cover), Combination (Aerosmith cover), People Who Died (The Jim Carroll Band cover), Sweet Emotion (Aerosmith cover), Heroes (David Bowie cover), Train Kept A-Rollin' (Tiny Bradshaw cover), School's Out / Another Brick in the Wall

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Rock Hard Festival 2018

von pistol

Es ist unglaublich wie schnell doch schon wieder Pfingsten ist, und somit der Ruf des Amphitheaters in Gelsenkirchen nicht ungehört verhallt. Und so ziehen wir wie immer mit Sack und Pack zum Rock Hard Festival. Das mit Abstand gemütlichste Festival seiner Art. Keine Kirmes, Bungee-Jumping oder gar Halfpipes mindern den Genuss. Hier ist noch alles richtig Metal und keine norddeutsche Sauf ‚N’ Touri Veranstaltung. Man kennt einander, fast ein Familientreffen in entspannter Atmosphäre. Die Preise sind weitgehend erträglich, da bin ich von vielen Veranstaltungen anderes gewohnt. Und sowieso unschlagbar ist einfach die geile Lage der Location am Rhein-Herne-Kanal. Headbangen und dabei den Schiffen hinterherschauen, unbezahlbar! Dazu die Security der Herzen, die Jungs und Mädels machen einfach einen super Job. Ob als beste Grabencrew der Welt, oder als freundliche Einlasskontrolle einfach top! Und mal ehrlich, wer von uns würde sich schon so relaxt den ganzen Tag dämliche Sprüche von Besuchern anhören, die immer noch nicht den Sinn einer Taschenkontrolle verstanden haben? Der einzige wirkliche Kritikpunkt, ist die Vergabe bzw. der Verkauf von Unmengen an Photopässen. Hier sind die ernsthaften Berichterstatter und Presse-Fotografen wirklich gearscht, es sei denn man ist im Besitz eines streng kontengierten Triple „A“ Passes. Für alle anderen ist es ein echtes Ärgernis, wenn Leute mit dem Handy oder Minikameras im Graben stehen und die Arbeit behindern. Einhand Fotografierer, die in der anderen Hand den vollen Bierbecher halten und damit rumschwappen. Null Rücksichtnahme, Headbangen im Fotograben oder einfach nur dumm herumstehen, Selfies in einer Tour mit dem Publikum oder gar so genannte Influencer die ständig im Weg stehen? Hier sollte man mal nach einer praktikablen Lösung suchen, zum Beispiel eine Aufteilung in Gruppen. Erster Song die Amateure, zweiter Song die Leute, die für Print Magazine, Webzines usw. schreiben und fotografieren.

Hier der link zu den Fotos von Andrea Breitenbach Fotos Rock Hard Festival 2018

 

Freitag, 18.05.2018

Dawn of Disease

Als Opener dieses Mal eine Death Metal Band, auch nicht schlecht. Wie mir ein kleines Vögelchen zu gezwitschert hat, haben die Jungs aus Osnabrück sogar kurzzeitig einen Charteintritt geschafft. Das Album „Ascencion Gate“ machte dies möglich. Jedenfalls machten Dawn Of Disease ziemlich Gas, und die Menge feierte die Herren in schwarz. Ein kurzweiliges Set, was bei diesem Genre auch schon selten ist. So wurde die Todeskapelle dann auch ordentlich vom Publikum abgefeiert.

Attic

Als nächstes sind Attic an der Reihe, und hier hört das aufmerksame Ohr direkt die kaum abzustreitende Nähe zu King Diamond respektive Mercyful Fate. Die wären natürlich auch der Burner gewesen, aber passten eventuell nicht ins Budget des Rock Hard Festivals. Wer weiß das schon. So gibt es großartigen Old School Metal, der sich mit viel Dramatik in Szene setzt. Fronter Meister Cagliostro versteht es jedenfalls sich ordentlich in Szene zu setzen, und das Publikum feiert alte wie neue Songs begeistert ab.

Setlist: Sanctimonious, Sinless, Join The Coven, The hound of heaven, Dark Hosanna, Funeral In The Woods, The Headless Horseman

Dool

Bei Bands die extrem gehypt werden bin ich immer etwas misstrauisch, so auch bei den Niederländern von Dool. Aber schon nach den ersten Takten, macht sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht breit. Hey hier geht ja richtig der Punk ab! Frontfrau Ryanne van Dorst kommt rüber, wie eine Mischung aus Patti Smith und Chrissie Hynde (The Pretenders). Und das nicht nur im optisch herben Look der beiden Damen, sondern auch mit ihrer Art zu singen und Gitarre zu spielen. Bekannt ist sie in den Niederlanden schon lange als Elle Bandita aber auch ihre Punkwurzeln aus der Zeit als Gitarristin für die Band „Anne Frank Zappa“, kann sie nicht verleugnen. Und so präsentieren Dool heute eine absolut energiegeladene Show, die an Intensität ihresgleichen sucht. Ohne große Schnörkel, sondern mit voller Wucht mitten rein. Das ist Musik, die einfach live am besten kommt.

Setlist: The Alpha, Golden Serpents, She Goat, In Her Darkest Hour, Vantablack, Oweynagat

Diamond Head

Nun kommt eine meiner Favoriten des diesjährigen Festivals, die NWOBHM Legende Diamond Head auf die Bretter. Leider wurde ihnen nie der große Ruhm zuteil, den sie eigentlich verdient hätten. Erst als Metallica ihren Song „Am I Evil“ coverten, wurde der eine oder andere auf diese geniale Ausnahmekapelle aufmerksam. Der hervorragende Shouter machte den Auftritt zu einem wahren Vergnügen, und die in den Himmel gereckten Pommes Gabeln, Bierbecher und fliegende Haarmähnen zeigen mehr als deutlich welchen Spaßfaktor die Truppe aus Stourbridge rüberbringt. Souverän spielen sich die Jungs durch ihr Set aus alten aber auch neueren Songs. Ein wahres Urgestein zeigt, dass man immer noch auf sie zählen kann. Gutgelaunter Metal bei hervorragendem Wetter, ein kaltes Bier dazu was will das Banger Herz mehr.

Setlist: Play It Loud, Borrowed Time, Bones, Helpless, In The Heat Of The Night, Lightning To The Nations, Set My Soul On Fire, Shoot Out The Lights, It’s Electric, The Prince, Am I Evil?

Tiamat

Wie jetzt? Der Typ mit der Kopfsocke ist wirklich Johan Edlund? Der Sänger meiner beiden Lieblingsalben „Wildhoney“ und „Clouds“. Ja er ist es tatsächlich, wieder einmal mehr ein Zeichen das wir alle altern, auch Rockstars. Aber wer nicht alt werden will, muss früh sterben. Auch keine wirklich gute Option. Und so genieße ich den Best Of Querschnitt der eingangs erwähnten Alben. Die Faszination der Songs ist immer noch ungebrochen, auch nach all den Jahren. Atmosphärische und mit Roots Sounds durchzogene Perlen der Musik. Vielleicht nicht unbedingt Musik zum abfeiern, eher zum abheben und dahinschwelgen.

Setlist: In A Dream, Clouds, Smell Of Incense, A Caress Of Stars, The sleeping Beauty, Forever Burning Flames, The Scapegoat, Undressed, Wildhoney, Whatever That Hurts, The Ar, Do You Dream Of Me?, Visionaire, Gaia

Sodom

Nun steigt die Spannung ins Unermessliche, stellt doch Tom Angel Ripper heute sein neu besetztes Sodom vor. Nach dem Überraschenden Austausch von Makka und Bernemann gegen Frank Blackfire, Husky und Yorck sind die Lauscher natürlich gespitzt auf das was da kommt. Ja und was soll ich sagen, zwei Gitarren sind einfach um einiges fetter, und schrauben gerade das Songmaterial aus der Anfangsphase in ungeahnte Höhen. Und so feiert das Publikum die neu formierten und verjüngten Ruhrgebietsthrasher mit dem nötigen Respekt. Auch wenn die Neuzugänge das eine oder andere Mal danebenhauen, das kommt vor und ich schreibe es mal der Aufregung des ersten öffentlichen Auftrittes zu. Das ist eben live und nicht aus der Konserve. Das Amphitheater verwandelt sich jedenfalls in einen überdimensionalen Moshpit, eine wabernde Menschenfleischmasse und die Security hat alle Hände voll zu tun, damit auch alles ohne ernsthafte Verletzungen abläuft. Ein würdiger Abschluss des ersten Tages allemal.

Setlist: My Atonement/Conqueror, Sodomy And Lust, Nuclear Winter, Outbreak Of Evil, Christ Passion, The Saw Is The Law, City Of God, Blasphemer, One Step Over The Line, Agent Orange, Strange Lost World, Tired And Red, Lifeline, Remember The Fallen, Silence Is Consent, Ausgebombt, Bombenhagel

Samstag, 19.05.2018

Traitor

Noch ein wenig geschafft von den Anstrengungen des ersten Tages, Hitze und Bier sind nicht immer die besten Freunde, lassen wir uns nun die Ohren von den netten Jungs aus Balingen freiblasen. Die Thrasher von Traitor lassen sich nicht lange bitten und ballern drauflos als ob es kein Morgen mehr gäbe. Genau das Richtige um wach zu werden, obwohl doch schon recht viele Headbanger den Weg zur Bühne gefunden haben. Das war in den letzten Jahren oft nicht der Fall, und er Tagesopener stand vor einer sehr überschaubaren Personengruppe. Jedenfalls haben die Jungs Spaß und auch der Ton Mann macht schon einen geilen Job. Klasse!

Nocturnal Rites

Sachen gibt es manchmal, die Schweden von Nocturnal Rates existieren bereits seit 28 Jahren, haben es aber bisher geschafft sich komplett meiner Aufmerksamkeit zu entziehen. Soll heißen, dass ich bis eben noch nicht einmal den Namen kannte. Frontmann Jonny Lindqvist präsenteierte den kraftvollen Powermetal jedenfalls erstklassig und hätte garantiert das Zeug dazu, auch in einer weitaus größeren Kapelle zu singen. Erstklassige Mitgröhlnummern und ein gutes Feeling schaffen es in der Kürze der Zeit ein gutes Bild der Band darzustellen. Da werde ich mir dann doch mal einen Tonträger von zulegen müssen.

Setlist: Before We Waste Away, Never Again, Still Alive, Repent My Sins, Call Out To The World, A Heart As Black As Coal, Fools Never Die

The New Roses

Nun kommt die Kapelle, die ich am Anfang ihrer Karriere sehr genossen habe aber im Laufe der Zeit stellt sich dann doch ein gewisser Abnutzungseffekt ein. Sei es, weil alles irgendwie geklaut klingt, sei es, weil sie einfach keine krachigen Songs spielen können. Oder weil ich sie einfach schon zu oft gesehen habe, da sie ja alle Nase lang große Bands supporten. Ich weiß es nicht, ihre Halbballaden sind jedenfalls immer noch top, auch wenn jeder Song an eine andere bekannte Band aus diesem Genre erinnert. Quasi eine Coverband die keine Cover spielt. Zeit für mich mal etwas die Leere im Magen zu bekämpfen.

Setlist: Every Wildheart, Forever Never Comes, Dancing On A Razorblade, Gimme Your Love, It’s A Long Way, Life Ain’t Easy, Devil’s Toys, One More For The Road, Thirsty

Leatherwolf

Und wieder mal ein wirklicher Oldie unter den Metalbands, die drei Gitarrenfraktion von Leatherwolf sind seit fast 40 Jahren unterwegs. Die Amerikaner sind allerdings auch recht faul, was das rausbringen von neuem Material angeht. So liegt das letzte Studioalbum mehr als 10 Jahre zurück, scheinbar baut man auf das altbewährte und den Sonderstatus der drei Klampfen. Das Publikum feiert die Band jedenfalls ordentlich ab, ich muß allerdings zu meiner Schande gestehen das mir keiner der Songs so richtig bekannt ist. Ebenso wenig ist mir bekannt, wer noch der Urbesetzung angehört. Optisch hat man sich jedenfalls deutlich verjüngt.

Setlist: Spiter, Endangered Species, Season Of The Witch, Street Ready, Princess Of love, Spirits In The Wind, Cry Out, Thunder, Hideaway, Leatherwolf, Wicked Ways, The Calling

Cirith Ungol

Einer meiner Favoriten des diesjährigen Rock Hard Festival, waren die Jungs von Cirith Ungol, die ich noch nie live in Europa gesehen habe. Der Bandname stammt übrigens aus dem tolkienschen Epos „Der Herr Der Ringe“ und bedeutet “Pass der Spinne“ (im Roman mit ‚Kankras Lauer‘ übersetzt). Jedenfalls zocken die Amis um Jarvis Leatherby (Night Demon) ordentlich los, und präsentieren eine bunte Mischung ihres vorzüglichen Songmaterials der bisher veröffentlichten vier Kultalben Heute hilft noch Armand von Night Demon an der Gitarre aus, was den Genuss aber in keiner Weise schmälert. Sänger Tim Baker überzeugt damals wie heute mit seinem sehr charakteristischen Gesang, schreiend und heulend ja fast schon beschwörend. Das hat Klasse, und ich sauge förmlich jede Note in mich auf, da die Chance auf eine Wiederholung oder gar einer Europa-Tour doch sehr gering ist. Es ist schon immer wieder erstaunlich was die „alten Herren“ der Metal Szene live noch so in Gang setzen können.

Setlist: Atom Smasher, Join the Legion, Blood and Iron, I'm Alive, Black Machine, Frost and Fire, Cirith Ungol, Chaos Descends , Fire (The Crazy World of Arthur Brown Cover), Master of the Pi, King of the Dead

Marduk

Der jetzige Schwedenstahl ist nun überhaupt nicht meine Welt, nicht das ich extremer Musik abgeneigt bin im Gegenteil. Aber dieses Blast Beat getriebene Gebolze, dass sich fast ausschließlich mit der Thematik des Zweiten Weltkrieges, ich will jetzt nicht sagen verherrlicht geht mir einfach auf den Sack. Zumal die Darbietung bei strahlender Sonne einfach lächerlich wirkte, und mit miserablem Sound glänzte.

Axel Rudi Pell

Ja der Pellen Rudi, ist zwar auch ein Original aus Wattenscheid, aber man hat ihn schon so oft gesehen, dass wir nach dem Fotocall vorzogen eine Runde über das Gelände zu drehen. Bekannte treffen, da seine oder andere schnabulieren und den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen. Axel Rudi liefert natürlich wie gewohnt Qualität ab, so kennt man ihn einfach. Und auch sein Hang zu Balladen hielt sich in erträglichen Grenzen. Aber man sieht ihn bestimmt bald mal wieder als Headliner.

Overkill

Und auch der Samstag nähert sich irgendwann dem Finale, das heute mit Overkill eingeläutet wird. Bobby und sein Jungs sind einfach immer erste Sahne live. Einer der besten Headliner die das Rock Hard jemals gesehen hat. Und es ist nicht vermessen zu behaupten, dass ein Großteil der Zuschauer alleine wegen diesem Auftritt heute hier ist. Giftgrüne Overkill Schriftzüge wohin das Auge auch blickt. Eine würdige Audience die noch mehr gefeiert wird, und erst das Songmaterial überwiegend aus den Alben der Anfangstage. Pure Energie wie man das von Herrn Blitz kennt, so und nicht anders geht das. Ein klasse Abschluss des zweiten Tages!

Setlist: Coma, Infectious, Blood Money, Thanx For Nothin‘, Raise The Dead, Rotten To The Core, There’s No Tomorrow, Feel The Fire, Horrorscope, Hammerhead, Nice Day For A Funeral, Overkill, In Union We Stand, Elimination, Fuck You, Sonic Reducer

Sonntag, 20.05.2018

Thundermother

Eigentlich ein sehr undankbarer Job, den sonntags Opener beim Rock Hard Festival zu belegen. Aber die vier drallen Schweden Mädels von Thundermother, haben abends noch einen Auftritt im Speicher in Husum, das heißt nach dem Gig mal eben schlappe 500 Kilometer über die meist staugeplagten deutschen Autobahnen zu reiten. Erstaunlicherweise sind aber zu dieser frühen Stunde schon echt viele Metalheads am Start und die gut aufgelegten Damen um Filippa Nässil, einzig verbliebenes Original Mitglied der Ur-Besetzung, sorgen direkt für eine Vollbedienung. Wenn man den Phönix aus der Asche sucht, hier ist er soeben gelandet. Und wie, da zerschneiden die präzisen Riffs von Filippa die landschaftliche Idylle. Eine auf den Punkt spielende Rhythmus Abteilung, gekrönt von der sagenhaften Rotzröhre von Guernica Mancini verheißen „Schluss mit Lustig“. Jetzt gibt es auf die Zwölf! So bietet man einen schönen Querschnitt durch die drei bisher veröffentlichten Alben und die Mädels haben sichtlich Spaß daran. Ebenso das bereits gut aufgelegt Publikum, die die Songs im AC/DC Stil gebührend abfeiern. Ein Highlight ist natürlich auch Filippas Ausflug einmal quer durch das Amphitheater, sehr zur Freude der Fans. Sehr schade, dass aus bereits erwähnten terminlichen Gründen kein späterer Slot mit mehr Spielzeit möglich war. Das holen die Donnermütter dann sicher beim Nikolaut 2018 in Oberhausen nach.

Memorian

Nach den grandiosen Schwedenmädels kommt jetzt eher eine recht durchschnittliche Kapelle an den Start, zum Glück ist ja alles Geschmacksache, aber mich überzeugen Memorian nicht wirklich. Auch wenn sie so ein kräftiges Geschütz wie den ehemaligen Bolt Thrower Sänger Karl Willets vorweisen können. Den Songs fehlt einfach das gewisse Etwas. Haben dir Thundermother gerade noch so richtig den Arsch versohlt, ist mir jetzt gerade eher nach Gähnen zumute. Ein klangvoller Name aus alten Zeiten, ist eben kein Garant für gutes Songwriting oder eine geile Live Performance. Da muß noch viel passieren, um die Massen zu begeistern.

Night Demon

Nachdem es im letzten Jahr einige Verzögerungen beim Einlass gab, Sicherheit geht nun mal vor in unserer heutigen Terrorzeit, durften die Jungs von Night Demon erneut auf dem diesjährigen Festival spielen und bekamen daher einen späteren Slot zugewiesen. Und wie nicht anders zu erwarten, gab es auch direkt die Vollbedienung mit durchgetretenem Gaspedal. Ein rundum gelungener Auftritt, trotz einiger kleinerer Technischer Problem zwischendurch. Die Menge kam auf ihre Kosten und feierten die Band um Sänger Jarvis gebührend ab.

Setlist: Welcome To The Night, Hallowed Ground, Life On The Run, Save Me Now, Curse Of The Damned, Stranger In The Room, Heavy Metal Heat, Dawn Rider, Screams In The Night, The Chalice, Darkness Remains, Night Demon

Uli Jon Roth

Der Altmeister an der Gitarre und verschrobener Alt Hippie Uli Jon Roth beglückte uns heute mit einem Set aus alten Scorpions Krachern. Das kennt natürlich hier fast jeder, selbst die jüngeren Metalheads sind recht textsicher. Der Mann ist einfach eine Legende und gleichzeitig ein Unikum. Legendär seine Pedalerie verpackt in der Aldi Tüte, die er dem fassungslosen Stage Techniker in die Hand drück mit den Worten „Bau schon mal auf“ Dazu ein über die Jahrzehnte malträtiertes Gehör, was ihn immer wieder zu wahnwitzigen Pegeln greifen lässt. Das ist auf einem Festival zum Glück nicht so schmerzhaft wie in kleineren Klubs. Ich habe schon Auftritte erlebt, die deutlich über der Schmerzgrenze lagen trotz Gehörschutz. Nun gut, jedenfalls fiedelt er sauber und präzise und einmal mehr zeigt sich, wie gut die alten Scorpions Lieder doch waren. Kein Vergleich mit der Sülze die heute aus Hannover kommt. Als krönenden Abschluss lässt Meister Uli dann noch mal Jimi Hendrix wiederaufleben.

Setlist: All Night Long, The Sails Of Charon, Sun In My Hand, We’ll Burn The Sky, In Trance, Fly To The Rainbow, Pictured Life, Catch Your Train, All Along The Watchtower, Little Wing

Coroner

Die nächste reanimierte Kapelle aus den Achtzigern kann jedenfalls direkt besser punkten. Coroner bieten Old School Thrash der feinen Art. Die Schweizer hatten schon immer ein Händchen dafür irgendwie Jazz lastige Gitarrenparts von Tommy Vetterli in ihrem ansonsten losbolzenden Thrash einzuflechten. Da die Band ja offiziell schon 1995 aufgelöst wurde, und eine Wiedervereinigung bis heute von Vetterli kategorisch ausgeschlossen wird, wundert man sich umso mehr über den Auftritt. Getreu der Devise Never say Never haben die Jungs nämlich in den letzten Jahren immer mal wieder sporadisch ein Gig gespielt, zum Beispiel auf dem Hellfest, Bloodstock oder bei der 70000 Tons of Metal Cruise. Und so bieten sie auch heute einen überraschend guten Auftritt den das Publikum zu schätzen weiß.

Setlist: Internal Conflicts, Serpent Moves, Divine Step, Semtex Revolution, Tunnel Of Pain, Metamorphosis, Masked Jackal, Grin, Reborn Through Hate, Die By My Hand

Backyard Babies

Wieder so eine total überbewertete Truppe, die ihre Glanzzeit lange hinter sich haben, aber scheinbar immer noch eine Art Die Hard Fan Fraktion hinter sich haben. Da wundert man sich, warum man die Jungs nicht viel früher hat spielen lassen, und dafür anderen mehr Zeit einräumt. Zumal auch soundtechnisch sich gerade kein Orgasmus einstellen will, dazu eine langweilige Performance. Aber da ein Großteil des Publikums trotzdem ordentlich abgeht, lassen wir es mal gut sein. Geschmäcker sind halt verschieden, ich meine zu Helene Fischer pilgern ja auch zigtausende. Die hat zumindest optisch einen nicht übersehbaren Vorteil.

Armored Saint

Aber jetzt kommt endlich die volle Entschädigung für so eine Himbeerbubenkapelle wie die Backyard Babies, die alten Recken von Armored Saint zeigen wo der Hammer hängt. Sänger John Bush ist vielleicht modisch nicht unbedingt auf der Gewinner Seite für den Heavy Metal Couture Award, überzeugt dafür einmal mehr mit seinem durchdringenden Organ. Heavy Metal in Reinkultur. Die Jungs aus Kalifornien haben es immer noch drauf, und auch wenn ihnen nie höhere Weihen zu Teil wurden, gehören ihre Scheiben in jede ernst zu nehmende Plattensammlung. Eine der besten Auftritte des heutigen Tages!

Setlist: March Of The Saint, Reign Of Fire, Nervous Man, Pay Dirt, Last Train Home, On The Way, Symbol Of Salvation, Book Of Blood, Spineless, Aftermath, Left Hook From Right Field, Chemical Euphoria, Win Hands Down, Can U Deliver

Saxon

Die letzte Band des diesjährigen Festivals ist diesmal Saxon. Muß man über diese Truppe eigentlich noch irgendetwas schreiben? Wo Saxon draufsteht ist Saxon drin. Eine Live Kapelle allererster Sahne, mit einem in Würde gealterten Frontmann der weiß worauf es ankommt. Natürlich darf man bei den Briten keine Überraschungen erwarten, außer vielleicht bei der Songauswahl. Aber mal ehrlich, manchmal tut so ein wenig Tradition auch richtig gut. Man kann sie abfeiern, sich fallen lassen und alte Gassenhauer sowie neue Songs gehörig abfeiern. Ich sage nur „Thunderbolt“…wieder mal neues Material das direkt zündet. Und so spielt es überhaupt keine Rolle, welche Songs Baff anstimmt. Man kennt sie alle und sie alle machen Spaß. Klar, dass wieder irgendwer seine Kutte auf die Bühne wirft und Biff sie sich überzieht, und damit weiterrockt. Das kommt schon fast einer Segnung des besagten Kleidungstückes nahe, und ich denke mal, es beschert dem Besitzer der Kutte eine unvergessliche Erinnerung an einen wieder mal gelungenen Auftritt von Saxon. Man merkte der Band an, dass sie gerade eine Tour mit Judas Priest hinter sich hatten. Das wirkte alles extrem eingespielt. Frontmann Biff war gut bei Stimme und bei der Sache. Als ihm – wie üblich anscheinend – eine Kutte zugeworfen wurde, zog er sie an und trug sie bis zum Ende des Konzerts.

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THE NEW ROSES, HEAVY TIGER, Bonn, Harmonie, 17.03.2018

von pistol

Heute geht es in die nahe gelegene Harmonie, eine nette Gaststätte mit angeschlossenem Saal, der gerne vom WDR für die Rockpalast Aufzeichnungen genutzt wird. Auch das derzeit stattfindende Crossroads Festival ist eine WDR Produktion, daher fahren wir schon zeitig los um noch einen Parkplatz zu ergattern. Der Parkraum ist hier sowieso schon sehr spärlich, und bei solchen Veranstaltungen zusätzlich durch den Fuhrpark des Senders belegt. Aber mal wieder Glück gehabt, gerade noch den letzten Platz ergattert und schon sind wir in der Location. Das übliche „Hallo“ bei den anwesenden bekannten Gesichtern, und Freunden aus den Niederlanden von The Dirty Denims lässt die Wartezeit bis zum Einlass schnell verstreichen.

Pünktlich um 19:30 betritt das schwedische Hard-Rock-Trio Heavy Tiger aus Stockholm die Bühne. Die 2010 gegründete Band um Sängerin und Gitarristin Maja Linn Samuelsson, Bassistin Sara Frendin und die Schlagzeugerin Astrid Carsbring nennen Bands wie Thin Lizzy, AC/DC, die Rolling Stones und The Who als musikalische Einflüsse. Aber auch die Backyard Babies, Hellacopters, New York Dolls, Suzie Quadro und Joan Jett gehören garantiert dazu. Ein toller Blickfang sind auch ihre glitzernden Bühnenoutfits, die ja schon einen legendären Ruf haben. Und so knallen uns die drei Gören sofort ihren Rotzrock um die Ohren. Mir gefällt das, auch wenn im Publikum nicht unbedingt nur positive Stimme zu hören sind. Es liegt wohl an dem doch recht hohem Altersdurchschnitt in dieser Veranstaltungshalle, scheinbar sind nicht alle hier anwesenden Senioren so aufgeschlossen, einer jungen Band auch mal nachzusehen, dass man eben noch keine 5 Jahrzehnte Bühnenerfahrung hat. Dafür machen die Mädels aber sehr gut Alarm, die eigenen Stücke rocken frisch und klingen trotz aller oben genannten Einflüsse nicht altbacken oder nur Retro. Ein paar eingestreute Coverversionen von The Ark oder auch Led Zeppelin lockern das Set zusätzlich auf. Schließlich soll so ein Auftritt ja auch Spaß machen, und nicht nur lediglich reine Routine sein. An Spielfreude mangelt es den Ladies definitiv nicht, und so geht der kurzweiliege Auftritt eigentlich auch viel zu schnell vorbei.

Setlist: Saigon Kiss, Feline Feeling, Superstar (The Ark cover), I Go for the Cheap Ones, Chinatown, Heavy Tiger (The Flaming Sideburns cover), Shake Me, Little Sister, No Tears in Tokyo, Living Loving Maid (She's Just a Woman) (Led Zeppelin cover), Tallahassee Lassie (Freddy Cannon cover), Keeper of the Flame, Jemma, The Only Way is up, Highway Knees, Girls Got Balls, Tonight

Wenn das Fernsehen mitschneidet, ist alles im Zeitplan, und so entern auch The New Roses genau im Zeitfenster die Bühne. Den Hype um die Band aus dem hessischen Rheingau, haben sie wohl der Kultserie „Sons Of Anarchy“ zu verdanken. Auf dem Soundtrack zur Serie und ebenso in dem deutschen Trailer dazu, sind sie mit dem Stück „Without A Trace“ vertreten, als Einzige nicht amerikanische Rock Band. Jetzt ist die Stimmung natürlich direkt auf dem Siedepunkt, und das anwesende Publikum feiert die Truppe euphorisch. Nun ist Musik ja zum Glück immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich sehe sie mehr so als eine Art Coverband an, die gar keine Coverband ist. Trotzdem kommt mir bei jedem Song eine frappierende Ähnlichkeit, zu bereits bestehenden Originalen ins Bewusstsein. Mal klingt es ein wenig nach Aerosmith, dann wieder wie Bon Jovi oder Kid Rock, und manchmal auch nach den Black Crowes. Wahrscheinlich auch ein Baustein des immensen Erfolges den die Truppe derzeit hat. Selbstredend liefern sie auch heute wieder eine beindruckende Live Performance ab, die musikalischen Qualitäten sind ohne Frage tadellos. Sänger Timmy Rough unternimmt ein ums andere Mal Ausflüge ins Publikum, und die Kameraleute haben eine Menge zu tun, um das alles in Bild und Ton einzufangen. Eine wahrlich schweißtreibende Angelegenheit, die nach großen Mengen isotonischer Getränke verlangt. Und so liegen sich die Fans auch selig in den Armen und applaudieren ihren Helden. So soll es ja nun auch sein, und trotz der steigenden Berühmtheit mischen sich die neuen Rosen nach der Show direkt unter die Zuschauer.

Setlist: Every Wildheart, Forever Never Comes, Dancing On A Razorblade, 2nd 1st Time, For A While, It's A Long Way, Whiskey Nightmare, Life Ain't Easy (For A Boy With Long Hair), Gimme Your Love, She's Gone, What If It Was You, Devil's Toys, One More for the Road, Thirsty, Without A Trace, Old Time Rock & Roll (Bob Seger Cover)

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Geoff Tate´s Operation:Mindcrime/ Till Death Do Us Part, Andernach Juz 10.02.2018

von honk

Während weite Teile des Rheinlandes eher von karnevalistischen Klängen dominiert waren, hatte sich für das Andernacher Jugendzentrum mit Geoff Tate eine der ganz großen metallischen Stimmen angekündigt. Leider fiel Geoff Tate in den letzten Jahren eher durch juristische Streitigkeiten auf Kindergartenniveau, als durch sein aktuelles musikalisches Schaffen auf. Aber die Meldung, dass Geoff Tate mit seiner All-Star-Truppe an diesem Abend das komplette "Operation: Mindcrime"-Album seiner ehemaligen Band QUEENSRYCHE anlässlich dessen 30jährigen Veröffentlichungsjubiläums auf die Bühne bringen wolle, sorgte trotzdem für großes Interesse.

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Alpha Tiger/ Delirious/ Space Chaser/ Addict, Andernach Juz 20.01.2018

von honk

Das neue Jahr begann ähnlich, wie das alte Jahr aufgehört hat: Mit ordentlich Gedresche bei einer weiteren Ausgabe des Masters Of The Underground im Andernacher Jugendzentrum. Leider setzte sich aber auch der geringe Publikumszuspruch im neuen Jahr fort. Dazu aber später mehr.

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Zeltinger Band, Siegburg Kubana 16.12.2017

von honk

Traditionell lädt die ZELTINGER BAND zum Jahresabschlusskonzert ins Siegburger Kubana ein und traditionell verspricht dieses Konzert einen ziemlichen Abriss.

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Cripper/ Dust Bolt/ Sabiendas/ Fabulous Desaster, Andernach Juz 09.12.2017

von honk

Bereits zum vierten Mal öffnete das Andernacher Jugendzentrum unter dem Slogan „Masters Of The Underground“ seine Tore, um – nomen est omen – den vermeindlich „kleinen“ Bands des metallischen Universums ein Podium zu bieten.

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ROCK HARD FESTIVAL 2017

von pistol

Und schon wieder ist es Pfingsten, und wieder ruft das Rock Hard Festival die Kuttenträger und deren Sympathisanten zum dreitägigen Headbang Spektakel. Das Wetter ist durchwachsen, die 22 Bands stilmäßig auch. Aber Toleranz ist das Stichwort, und letztlich sind wir doch alle wegen der Musik da. O.k. außer denen, die sowieso nur zum Saufen kommen, und es meist noch nicht einmal bis ins Amphitheater schaffen. Die dann lull und lall vorm Zelt liegen, naja jeder wie er mag. Die Sicherheitsstandards wurden noch einmal erhöht, kein Wunder nach diversen Terror Vorfällen bei Konzert Veranstaltungen. Wie immer souverän ausgeführt von den Mädels und Jungs der CCS Security. Vollkommen dämlich allerdings die Kommentare mancher Festivalbesucher, die es besonders witzig fanden dem Security Personal mit Sprüchen wie „Mein Rucksack hat Bin Laden gepackt“ oder „Sei vorsichtig, der Sprengsatz ist empfindlich“ auf den Sack zu gehen. Das mag beim ersten Mal vielleicht noch lustig sein, aber wenn man zum x-ten Male solchen Schwachsinn hört, platzte dem einen oder anderen Security Mitarbeiter verständlicherweise der Kragen. Seid froh, dass die Leute so genau hinsehen. Und eine bessere Grabencrew findet ihr sowieso nicht!

 

Freitag, 2. Juni 2017

Dust Bolt

Das Festival wird durch eine heimische Thrash Metal Band eröffnet. Dust Bolt haben sich in den letzten Jahren einen ziemlichen Status erspielt, und auch heute entern sie mit Vollgas die Bühne. Die schon reichlich anwesenden Zuschauer moshen dann auch direkt ordentlich ab, und ignorieren die anfänglichen Soundprobleme total (oder habe ich die nur alleine gehört). Ein gelungener Auftakt zum Festival.

Setlist: Sick X Brain, Violent Abolition, Awake The Riot – The Final War, Soul Erazer, Toxic Attack, Agent Thrash, Mind The Gap

Robert Pehrsson's Humbucker

Mit der Ankündigung, dass der Schwede die geplante Autogrammstunde nicht wahrnehmen kann weil er nach dem Gig sofort wieder in den Flieger muss, startet das Konzert. Und sofort wird klar, daß er das Energielevel des Openers nicht halten kann.Die Songs erinnern teilweise stark an alte Thin Lizzy Nummern, werden jedoch recht kraftlos präsentiert. Hat Herr Pehrsson vielleicht einfach nur keine Lust heute, oder ist im Terminstreß. Man weiß es nicht, aber da habe ich schon deutlich bessere Shows gesehen. Und auch die jetzt wirklich massiven Soundproblem trüben das Hörvergnügen sehr, Zeit ein neues Bier zu holen.

Setlist: Traveling Through The Dark, The Hollow In A Rising Tone, Distant Bound, Wasted Time, Zero Emotion, The Somber Sleeps, Haunt My Mind, Serious, Pretender, Send Her My Love, Who Else Is On Your Mind

Mantar

Als nächste kommt hier die Bremer Zwei Mann Kombo an den Start, für eine Live Darbietung dieses Schwarzmetal Genres dann doch eher ungewöhnlich. Kennt man von Studioproduktionen ja das Ein-Mann Prinzip (ich sag nur Bathory) verblüfft es live dann doch ein wenig. Nach peniblen Soundcheck fahren die zwei Herren aber dann eine solch gewaltiges Schwarzbrett auf, das jegliche Zweifel verschwinden läßt. Das Publikum frisst ihnen jedenfalls aus der Hand, es wird mit gesungen und sogar ein Circle Pit tut sich auf. Eine schweißtreibende Show, die ich mir allerdings in einem kleinen Club noch einmal eine ganze Ecke besser vorstellen kann. Auch die morbide Stimmung wird durch die eingespielte Rede von Marshall Applewhite, dem Anführer der Sekte Heaven’s Gate, die sich kollektiv umgebracht haben, deutlich Hoch gehalten. Ein außergewöhnliches Duo, das alles andere als gewöhnlich ist.

Setlist: Cult Witness, Praise The Plague, Into The Golden Abyss, Spit, Cross The Cross, Pest Crusade, Astral Kannibal, The Huntsmen, Era Borealis, White Nights

The Dead Daisies

Jetzt folgt ein krasser Stilwechsel, und die Supergroup um die Herren Mendoza, Corabi, Tichy und Aldrich. Die gut aufgelegten lebenden Rocklegenden zocken auch einen klassisch guten Set, gespickt mit etlichen Coverversionen von The Who, CCR, The Beatles, Grand Funk Railroad und Alex Harvey Band. Dazu ein Drumsolo, und natürlich darf auch ein Gitarrensolo nicht fehlen bei solchen Bühnenprofis. Das ist eben noch alte Schule, und der Partyfaktor dementsprechend hoch. Marco Mendoza geht gar im Fotograben mit den Fans auf Tuchfühlung, und ist vor der Show sogar kurzzeitig im Zuschauerbereich unterwegs. Jedenfalls verstehen die Herren ihr Handwerk, und immer wieder schimmern die Bands durch in denen sie im Laufe der Jahrzehnte so gespielt haben.

Setlist: Long Way To Go, Mexico, Make Some Noise, Fortunate Son, Last Time I Saw, Join Together, Drum Solo, With You And I, Mainline, Helter Skelter, We 're An American Band, Midnight Moses

Candlemass

Und wie so oft, dominieren auch auf dem RH Festival die schwedischen Bands. Diese riesige Land mit den wenigen Einwohnern ist eine wahre Quelle an inspirierten Musikern. Auch wenn der Kopf der Band, Leif Edling, seit Jahren gesundheitlich auf der Schattenseite segelt und nicht live auf der Bühne stehen kann, so ist eine Candlemass Show immer ein Garant für ordentliche Leistung. Das heutige Set beinhaltet größtenteils Kracher der Anfangsphase um die Longplayer „Epicus Doomicus Metallicus“ , „Nightfall“ und „Ancient Dreams“ . Die Songs kennt jeder Metalhead, und so wird die Band auch kräftig abgefeiert. Naja und seien wir mal ehrlich, bei den Bands die recht lange im Geschäft sind wollen die Fans nun mal die alten Nummern hören. Auch wenn mancher Musiker lieber seien neuen Sachen spielen möchte, die müssen sich erst einmal etablieren. Alles in allem ein starker Auftritt, und auch schon eines Headliners würdig.

Setlist: Born In A Tank, Bewitched, Dark Reflections, Gothic Stone, The Well Of Souls, A Cry From The Crypt, Dark Are The Veils Of Death, Under The Oak, At The Gallows End, Mirror Mirror

Blues Pills

Nicht jeder gönnte den Blues Pills den Headliner Status. Mir persönlich gefällt diese Truppe sehr gut und ich hätte es sehr schade gefunden, sie mit einem kürzeren Set irgendwo mitten im Programm zu sehen. Aber so sind die Geschmäcker eben verschieden. Ohne Frage ist natürlich, dass die Band um die bezaubernde Frontelfe Elin, viel intensiver in einem Club mittlerer Größe wirkt. Das ist bei dieser Art bluesorientierter Musik nun mal so. Jedenfalls hat sich Elin zu einer wahren Rampensau entwickelt, fegt über die Bühne, schüttelt ihr Haar für uns und rockt wie der Teufel. Zusätzlich hat man das Line-Up um einen zweiten Gitarristen verstärkt, der gelegentlich auch die Tasten der Orgel bearbeitet. Mehr Druck und eine räumlich bessere Ortung sind der Erfolg von diesem Schritt. Ich meine auch, dass man dadurch auf die sonst üblichen Samples und Einspielungen verzichtet. Das Klangbild ist auf jeden Fall fett, und lässt einen regelrecht in den Songs versinken. Das Rock Hard Publikum feiert die Schweden somit begeistert ab, und man sieht wie ergriffen Elin davon ist. Natürlich geht hier nichts ohne Zugabe, und dann rocken die Blues Pills eine wahnsinnig geile Version von dem alten Jefferson Airplane Klassiker „Somebody To Love“ Einfach geil! Das einzige, was ich nicht so richtig verstanden habe sind die vereinzelten Crowdsurfer. Man weiß ja nie was einen so erwartet aber bei Livegigs bei den Blues Pills, bestimmt keine Crowdsurfer. Vielleicht waren es auch einfach nur Leute, die vergessen hatten das Headset auszuziehen und gerade Exodus hörten. Ansonsten eine mehr als gelungene Show, die mich und viele andere absolut begeistert hat.

Setlist: Lady In Gold, Little Boy Preacher, Black Smoke, Bliss, Won't Go Back, Little Sun, Outro, Elements And Things, You Gotta Try, Astralplane, High Class Woman, Ain't No Change, Gone So Long, Somebody To Love, Devil Man

 

Samstag, 3. Juni 2017

Monument

Der Opener am zweiten Tag, Monument legt direkt los, als sei er frisch aus der New Wave Of British Heavy Metal entsprungen. Ein Fest für alle Fans von Eddie und seinen Maidens. Und logisch, wo soll diese Truppe auch anders herkommen als aus dem ehemaligen EU Staat Großbritannien (oder ihr überlegt euch das noch einmal liebe Briten). Für die erste Band des Samstags geht auch showmäßig direkt die Post ab, Nebelfontänen, Feuerbälle…man rockt sich den Arsch ab. Sehr zur Freude der schon recht großen Anzahl an Zuschauern. Das habe ich vom letzten Jahr doch anders in Erinnerung. Da spielte der Opener vor einer Handvoll Leute. Scheinbar sind Monument dann doch dem einem oder anderen bekannt. Und es wird geheadbangt was das Zeug hält, die Security kommt auch zu der noch recht frühen Stunde direkt ans arbeiten und fängt die Crowdsurfer auf. Und die Band hat natürlich sichtlich Spaß daran, von der Menge frenetisch gefeiert zu werden. Auch wenn Sänger Peter Ellis ein paar ernste Worte über die unsicheren Zeiten verliert, und damit wahrscheinlich auf den Abbruch beim zeitgleich laufenden Rock am Ring Festival anspielt. Dieses war am Freitagabend wegen einer Terrorwarnung abgebrochen worden, und erst am Samstagnachmittag unter verschärften Sicherheitsbedingungen wieder fortgesetzt. Eine tolle Truppe, die den Geist des New Wave Of British Heavy Metal aufleben lässt. Ich denke, dass sie heute eine Menge Fans dazu gewonnen haben.

Setlist: Intro, A Bridge Too Far, Carry On, Fatal Attack, Crusaders, Olympus, Imhotep, Lionheart, Rock The Night

Ketzer

Beim RH Festival 3201 durften sie noch den Slot des Freitags Openers belegen, nun immerhin Samstags als zweite Band des Tages am Start. Wenn mir persönlich auch das neue Material des Albums „Starless“ deutlich weniger zusagt, als die Songs aus der Anfangsphase, so bringen die Jungs aus Bergisch Gladbach doch eine überzeugende Performance. Nur das Publikum bleibt noch recht verhalten, ob es am strahlenden Sonnenschein liegt, oder an der großen Bühne. Es gibt einfach Bands, die im kleineren Club besser aufgehoben sind, und da dann einen Abriss veranstalten. Aber sei es drum, zum Ende des etwa vierzigminütigen Sets bangen die Leute dann doch mit, und es gibt fetten Applaus.

Setlist: Satan's Boundaries Unchained, Starless, The Fevers Tide, When Milk Runs Dry, Dogface, He, Who Stands Behind The Rows, The Fire To Conquer The World

The Night Flight Orchestra

Ja was nun abgeht kann man nicht wirklich beschreiben, ABBA goes Metal oder BEE GEE's on speed. Ein Mix aus AOR, Classic Rock und Achtziger Pop bringt die Old School Headbanger zum Schunkeln. Das kann man mögen, muß man aber nicht. Gestandene Deathmetal Freaks schunkeln im Discofieber, schon peinlich oder? Andererseits ist natürlich nichts gegen eine Horizonterweiterung zu sagen, aber man registriert es schon mit Erstaunen. Optisch natürlich nett anzusehen, die drallen Backgroundsängerinnen im Stewardessen Outfit. Nun sind die Herren und Damen wahrlich keine Neulinge im Geschäft, sondern tanzen schon seit 10 Jahren durch die Weltgeschichte. Mir waren sie bis dato trotzdem unbekannt, und nur die Promo Kampagne zur neuen Scheibe „Amber Galatic“ machte mich darauf aufmerksam. Frontmann Björn Strid singt normalerweise bei Soilwork, also something completely different. Der Meute vor der Bühne gefällt es, und es werden erstmal Zugabe Rufe laut. Das läßt natürlich der eng gestrickte Zeitplan nicht zu. Aber ich denke die Band hat heute neue Fans dazugewonnen.

Setlist: Midnight Flyer, Gemini, Stiletto, Domino, Living For The Nighttime, Star Of Rio, Something Mysterious, West Ruth Ave

Skyclad

Auf Skyclad habe ich mich besonders gefreut, hatte ich bis heute nie die Gelegenheit diese sympathische Folk Metal Truppe einmal live zu erleben. Und dann fällt gerade heute die folkige Komponente aus, Violinistin Georgina Biddle hatte sich bei einem Unfall verletzt und konnte daher nicht spielen. Leider verdunkelt sich auch der Himmel, und viel Zuschauer suchen den Weg zum Bierstand um unter einem Dach zu stehen. Nichtsdestrotz ein starker Auftritt, der eine Reise durch das Skyclad Programm bietet. Sänger Kevin Ridley schafft es jedenfalls die anwesenden Headbanger zum Mitsingen zu animieren, und gegen Ende des Sets scheint die Sonne wieder und die Party ist in vollem Gange. Bemerkenswert auch immer die unverblümte Redensweise von Kevin, zu den politischen Schieflagen dieser Welt. Leider ist nach 45 Minuten das Set durch, daran ändern auch die lautstarken „Skyclad“ Rufe nichts.

Setlist: The Declaration Of Indifference, Spinning Jenny, Change Is Coming, Another Fine Mess, Starstruck, The Parliament Of Fools, Penny Dreadful, Another Drinking Song, Inequality Street, Emerald, Thinking Allowed

Asphyx

Die Niederländer haben im Pott schon eine starke Fangemeinde immer herzlich willkommen, und werden dementsprechend schon direkt zu Beginn frenetisch gefeiert. Martin van Drunen überzeugt ein aufs andere Mal durch seine bissigen, aber auch gleichzeitig lustigen Kommentare. Eine gehörige Portion Selbstironie macht den doomigen Death Metaller so sympathisch. In Richtung der allzeit gegenwärtigen Terrorgefahr (Rock am Ring wurde ja deswegen unterbrochen) schickt er einen vielleicht nicht ganz politisch korrekten Gruß, der mir aber zusagt. „Death…The brutal was“ die einzige Sprache, die diese Fanatiker verstehen. Dann wiederum nimmt er die Betontitten von Sophia Wollersheim aufs Korn, die vielen verständnisvollen Blicke im Publikum erklären wohl den Erfolg von youporn…Ich schweife ab, die Show war einfach Bombe und Asphyx hat mal wieder kräftig abgeräumt.

Setlist: The Quest For Absurdity, Vermin, Candiru, Division Brandenburg, Wardroid, Death... The Brutal Way, M.S. Bismarck, Deathhammer, Scorbutics, Der Landser, Forerunners Of The Apocalypse, The Rack, Last One On Earth

Exodus

Die Bay Area Thrasher Exodus um Shouter Steve “Zetro” Souza, entern mit „Bonded By Blood“ die Bühne am Kanal und brechen den diesjährigen Rekord in Sachen Crowdsurfer! Wie am Fließband schieben die Metalheads in Richtung Graben und werden von den allseits netten Security Crew sicher aufgefangen. Die Meute tobt und bangt, dass es eine wahre Freude ist. Der mit Abstand druckvollste Auftritt beim diesjährigen Festival. Fronter Steve fordert dem Publikum wirklich alles ab, und setzt immer noch mal einen drauf. „Da geht noch mehr“ kreischt er mit erstaunlichem Stimmvolumen, und fordert einen Circle Pit quer durch das Amphitheater. Das klappt nicht ganz, aber immerhin ein beindruckender Anblick. Leider ist auch diesmal Gitarrist Gary Hold nicht mit dabei, wird aber würdig von Heathen Gitarrist Kragen Lum vertreten. Besonders nette Geste zum Ende des viel zu kurzen Sets, die Bay Area Thrasher holen einen jungen Nachwuchs Metalhead auf die Bühne, der dann mal kurz die Saiten beackern darf.

Setlist: Bonded By Blood, Exodus, And Then There Were None, Blood In Blood Out, Pleasures Of The Flesh, Fabulous Disaster, Body Harvest, Children Of A Worthless God, Blacklist, The Toxic Waltz, Strike Of The Beast

D.A.D.

Der Preis für die verrückteste Bühnendekoration geht diesmal eindeutig an die durchgeknallten Dänen von D.A.D. Ein überdimensionales Wohnzimmer im Retrolook, mit Stehlampen, riesigem Sofa das als Drumriser dient, herrlich! Eigentlich warte ich nur darauf, dass der Bulle von Tölz um die Ecke schaut, und seine Werbung für XXL Möbel abfährt. Nach dem Thrash Brett von Exodus aber eine willkommene Abwechslung um ein wenig runterzukommen. Hier ist mehr die Mitklatschfraktion gefragt, bei natürlich gleichbleibendem Spaßfaktor. Bewundernswert mal wieder Bassist Stig, der das komplette Set mit Voll Helm absolviert. Natürlich hat er wieder Gimmicks wie Helmfeuerwerk mit dabei, insgesamt eigentlich ein tolles Outfit für eine Komparsen Rolle bei Star Wars. So sind sie nun mal, herrlich bekloppt die Dänen. Und das Stimmungsbarometer nach einer solchen Vorlage wie von Exodus zu halten, heißt schon was. Absolut unterhaltsam, wie auch die leuchtenden Augen und Gesichter im Publikum zeigen.

Setlist: Riskin' It All, Written In Water, Monster Philosophy, Girl Nation, Soul bender, A New Age Moving In, Riding With Sue, Everything Glows, Scare Yourself, I Want What She's Got, Bad Craziness, Sleeping My Day Away, Jihad

Behemoth

Nun folgt der heutige Headliner, den ich persönlich eher zu der Kategorie zu Unrecht gehypter Bands zähle. Aber das ist mein persönlicher Geschmack, ich muß ja nicht alles mögen. Nun choreographisch ist auch gegen das Pyrofeuerwerk, und die Maskerade nichts einzuwenden. Ein Stilmittel, was viele Bands nutzen, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene darzustellen. Will man sich aber zur Profiliga zählen, darf ein Soundcheck in dem knappen Zeitplan nicht schon gehörig überzogen werden. Dafür ist der Sound über weite Strecken trotzdem miserabel. Überhaupt habe ich den Eindruck, die Herren aus Polen spulen ein Programm ab, weil sie es eben müssen. Von Spielfreude kann man hier nicht sprechen, dazu Trigger Drums die meiner Meinung nach, bei Live Auftritten nun überhaupt nichts verloren haben. Auch die Setlist kann wenig überzeugen, fast nur Songs des aktuellen Albums. Kein wirkliches Backprogramm, und um 22:40 wird bereits der letzte Song angekündigt. Von einem Headliner hätte ich da wirklich mehr erwartet.

Setlist: Blow Your Trumpets Gabriel, Furor Divinus, Messe Noire, Ora Pro Nobis Lucifer, Amen, The Satanist, Ben Sahar, In The Absence Ov Light, O Father O Satan O Sun!, Ov Fire And The Void, Conquer All, Chant For Eschaton 2000

 

Sonntag, 4. Juni 2017

 

Night Demon

Der heutige Opener, nein nicht die California Dreamboys, aber eben aus jenem Teil der USA, schmettern uns ultrafrischen Metal im Geiste der NWOBHM um die Ohren. Die Fans sind aus dem Häuschen, recken Fäuste und Pommes Gabel in Richtung Himmel, und feiern die Truppe gehörig ab. Das Songmaterial lässt auch nichts zu wünschen übrig, man bedient sich der Stücke des Debüts und natürlich einiger brandheißen neuen Sachen. Und mit nur drei Mann einen Klassiker wie „Wasted Years“ von Iron Maiden zu covern, und das sogar hammermäßig gut, zeigt welches Potential die Band hat.

Setlist: Welcome To The Night, Full Speed Ahead, Maiden Hell, Curse Of The Damned, Ritual, The Chalice, Screams In The Night, On Your Own, Night Demon, Black Widow, Wasted Years Blood

Ceremony

Die kanadischen Doom Metaller Blood Ceremony, um Frontfrau Alia O’Brien stammen aus Toronto, und waren mir bis eben absolut unbekannt. Umso interessierter lauschte ich nun den Klängen, die da aus der PA drückten. Ein wenig Jethro Tull, ein wenig Jefferson Airplane, gewürzt mit einer Prise Black Sabbath oder auch Black Widow. So ungefähr würde ich die Stilrichtung einsortieren. Gitarrist Sean Kennedy bezeichnet seine Truppe selber als düstere, doom-beinflusste, schwer psychedelische, acid-folkige, und vom Okkulten besessene Rockband. Das kann man unverändert so stehen lassen, Alias hypnotischer Gesang, dazu ihr Spiel auf der Querflöte schicken einen unweigerlich auf eine Reise durch Traumwelten in tausendundeiner Nacht. Eigentlich gar keine Band für ein großes Festival, die psychedelische Atmosphäre der Songs kommt meiner Meinung nach in kleinen Clubs deutlich intensiver rüber. Hauptsache das Publikum feiert die Band, und das ist hier der Fall. Immerhin haben Blood Ceremony schon einige Konzerte, der schwer gehypten Formation Ghost supporten dürfen. Auch eine Art Gütesiegel.

Setlist: Old Fires, Goodbye Gemini, Drawning Down The Moon, Half Moon Street, Lord Of Misrules, I’m Coming With You, Morning Of The Magicians

Secrets Of The Moon

Vom doomigen Programm der vorherigen Band schon mal in die Richtung gebracht, kommt jetzt Black Metal aus Osnabrück. Secrets of the Moon erfreuen uns nun mit atmosphärischen, düsteren Klängen. Dazu famoser Sound, keine langen Reden, sondern Musik pur. Das Set besteht hauptsächlich aus Stücken der neuen Scheibe „Sun“, die wiederum eine deutliche Weiterentwicklung der Band zeigt. Warum man immer noch in den unteren Ligen spielt sei dahingestellt, aber heutzutage geht eben ohne den richtigen Pusher im Rücken nichts mehr. Und so fährt der sauber und doch tonnenschwere Sound, trotz Sonnenschein gehörig durch die Arena, genauer gesagt durch das Amphitheater.

Setlist: No More Colours, Dirty Black, Nemesis, Hole, The Man Behind The Sun, Lucifer Speaks

Demon

Manche Bands habe ich bis heute noch nie live erlebt, warum auch immer. Irgendwie ergab sich kein passender Termin, oder die Location war scheisse bzw. ein Riesen Kommerzfestival wie da oben im Norden. Einfach nicht mein Ding. Dazu gehören auch Demon, von denen ich alle Scheiben seit Anbeginn ihres Bestehens habe. Deswegen bin ich doppelt gespannt, was die Briten so draufhaben. Letztlich ist ja nur noch Sänger Dave Hill von der Urbesetzung dabei, aber seien markante Stimme ist immer noch genial. Und besser als mit „Night Of The Demon“ hätte das Set gar nicht starten können. Das ist Hard Rock allererster Klasse, auch wenn das Publikum das teilweise ignoriert. Naja, das sture Schubladendenken ist ja auch so eine Meisterdisziplin bei vielen True Metallern. Mir macht der Auftritt mächtig Spaß, vor allem als „Don’t Break The Circle“ angestimmt wird. War doch eine geile Zeit damals. Danke Demon für die Reise in die Vergangenheit! Das neue Songmaterial finde ich ebenfalls überzeugend, auch wenn heute nur „Cemetary Junction“ zum Besten gegeben wird.

Setlist: Night Of The Demon, Into The Nightmare, Sign Of A Madman, Standing On The Edge Of The World, Cemetary Junction, Liar, Life On The Wire, Don't Break The Circle,

Ross The Boss

Auf den nächsten Programmpunkt freue ich mich besonders, hatte ich doch Ross The Boss erst vor kurzem in Andernach mit seinem Classic Manowar Set gesehen, und war extrem geflasht. Als Manowar Fan der ersten Stunde, habe ich nie verstanden, warum die Truppe jetzt nur noch ein Abklatsch ihrer Selbst ist. Das ist True Comedy und dummes Geschwätz, Selbstbeweihräucherung aber kein Metal mehr. Umso mehr knallen die Klassiker von Ross The Boss und seinen Mannen. Natürlich ist auch Ex-Drummer Rhino mit von der Partie, dieser ist lange vor dem Auftritt schon im Publikum unterwegs, größtenteils wohl ob der großen Sonnenbrille unerkannt. Jedenfalls hatte ich einen netten Plausch mit ihm. Jetzt wird jedenfalls kräftig abgeräumt, die alten Nummern sind einfach ein Klasse für sich. Und Sänger Marc Lopes singt wie ein Metalgott, das Publikum frisst ihm aus der Hand, schmettert die Refrains mit und zaubert so richtig Stimmung in den Nachmittag. Das wird schon schwer zu toppen sein. Ich denke Eric Adams wäre froh, das heute noch so hinzubekommen. Wieder ein absolut gelungener Auftritt und eine geile Präsentation der alten Manowar Klassiker, fernab vom Dauergelaber der Namensinhaber.

Setlist: Blood Of The Kings, Death Tone, The Oath, Blood Of My Enemies, Kill With Power, Thor (The Powerhead), Sign Of The Hammer, Fighting The World, Metal Daze, Battle Hymn, Hail And Kill,

Fates Warning

Nun eine der Kapellen, die seit Jahren hervorragende Alben produzieren, aber den großen Durchbruch nicht schaffen. Man kann sie zum Progressiven Metal dazurechnen, sind sie doch bei weitem nicht so frickelig wie z.B. Dream Theater. Das schwere Los, nach dem alles niedermachenden Dampfwalzenprogramm von Ross The Boss auf die Bühne zu müssen, zeigt sich jetzt überdeutlich an den wenigen Zuschauern die verblieben sind. Da kann ich nur sagen, selber schuld. Denn die gebotene Kost ist über jeden Zweifel erhaben. Und auch hier wieder positiv zu verzeichnen, man verzichtet auf unnötiges Geblubber, und spielt stattdessen lieber die hervorragenden Songs, die in der Bandgeschichte so entstanden sind. Und diese werden auch entsprechend vom Publikum abgefeiert, bis hin zu Sprechchören und sogar vereinzelten Crowdsurfern. Nun ja, meiner Meinung passt es zu dieser Musik nicht wirklich, ähnlich wie schon bei den Blues Pills registriere ich es mit Verwunderung. Aber wenn es Spaß macht, soll doch jeder die Band feiern wie er will. Alles in allem ein phantastischer Auftritt von wahren Könnern des Genres. Stimmungsvolle Kompositionen, perfekte Soli greifen ineinander über und lassen eine relaxte Atmosphäre zurück. Echt coole Säue!

Setlist: From The Rooftops, Life In Still Water, One, A Pleasant Shade Of Grey Part III (There’s A Cloud Above Us), Seven Stars, SOS, Firefly, The Light And Shade Of Things, Aquiesence, The Eleventh Hour, Point Of View, Monument

Dirkschneider

Muß man über UDO noch irgendetwas schreiben? Der zweite Überkracher heute, den viele lieber als Headliner gesehen hätten. Und mal ehrlich, der Großteil des Publikums ist doch mit eben diesen Songs groß geworden. Eine wahre Eruption als „I'm A Rebel“ damals zum ersten Male beim Mal Sondocks Hitparade gespielt wurde. Dann die Accept Klassiker „Fast As Shark“, „Son Of A Bitch“ wer kennt sie nicht. Und wer könnte sie besser singen als das Original? Natürlich hat er nicht die stimmliche Qualität eines Freddy Mercury, aber eben jene unverkennbare Stimme, die die Songs so einmalig macht. Die Menge tobt und feiert jeden Song ab, jede Textzeile aus hunderten Kehlen mitgesungen. Das ist schon beeindruckend! Neuzugang Bill Hudson ist sichtlich nervös, obwohl dieses südamerikanische Flitze Fingerchen dazu überhaupt keinen Grund hat. Scheinbar ist er überwältigt von den Massen, die jeden der alten Accept Songs feiern. Einer solchen Publikumsmenge sieht er sich wohl eher selten gegenüber, spielt er doch schon in Bands wie Circle II Circle, Kobra & The Lotus, Olivas Pain usw. die aber meist in kleineren Clubs unterwegs sind. Eigentlich schade, dass die Dirkschneiders (Sohn Sven bediente souverän die Schießbude) in Zukunft auf dieses Songmaterial verzichten wollen.

Setlist: Starlight, Living For Tonight, Flash Rockin' Man, London Leatherboys, Midnight Mover, Breaker, Princess Of The Dawn, Son Of A Bitch, Up To The Limit, Screaming For A Love-Bite, Losers And Winners, Metal Heart, Fast As A Shark, Balls To The Wall

Opeth

Der letzte Headliner des diesjährigen Rock Hard Festivals, auch wieder ein heißer Diskussionspunkt unter den Anwesenden. Für meinen Geschmack hätte U.D.O. diese Position am besten ausgefüllt. So kann man doch beobachten, das viele sich auf den Weg nach Hause machen bzw. in die Zelte kriechen, um morgen fit für die Abreise zu sein. Und das teilweise recht sperrige Songmaterial ist auch nicht jedermanns Sache, vor allem wenn man noch die Gassenhauer aus alten Accept Tagen im Ohr hat. Frontmann Mikael Åkerfeldt kann zwar durchaus mit seinen humorigen Kommentaren punkten, jedoch hat nicht jeder so feine Antennen die ironischen Spitzen zu verstehen. So spielen sich die Schweden durch ein vielseitiges Programm, vom harten Headbanger, Growl Stücken bis hin zu fast schon pompösen Melodien ist alles dabei. Ich denke Opeth gehört zu den Bands die man mag oder eben nicht, es fehlt an der Massenkompatibilität. Das ist beileibe nicht negativ zu sehen, aber auf einem Festival doch eher schwierig. Und so geht nach 85 Minuten dann wieder mal ein schönes Festival zu Ende. Die Befürchtungen, dass es zum letzten Mal stattfand, bewahrheiten sich zum Glück nicht. 2018 sind wir wieder am Start, der VVK läuft bereits! Zu der irrigen Annahme kam es durch das fehlende Ankündigen seitens der Veranstalter, in den letzten Jahren wurde meist vorm letzten Headliner, schon die eine oder andere Band für das nächste Jahr bekannt gegeben. Das fehlte dieses mal.

Setlist: Intro, Through Pain To Heaven, Sorceress, Ghost Of Perdition, Demon Of The Fall, You Suffer, The Wilde Flowers, In My Time Of Need, Cusp Of Eternity, Heir Apparent, Era, Deliverance

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The Ghost Wolves, The Replacemnet Killers - Bonn KULT41 28.04.2017

von pistol

Da wohnt man schon seit Jahrzehnten in der Region, und plötzlich entdeckt man eine neue Location, von der man noch nie zuvor gehört hat. Das KULT41 in Bonn, seit ca. 1999 ehrenamtlich betrieben vom gemeinnützigen Bonner Kulturverein Nordstadt e.V, bietet eine Bühne mit guter Beleuchtung, zusätzlich noch einen weiteren Veranstaltungsraum, Proberäume, Atelier usw. Dazu unschlagbare Getränkepreise! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal weniger als fünf Euro für einen halben Liter Bier plus einen Softdrink bezahlt habe. Etwas problematisch ist das Parken, in unmittelbarer Nähe. Nur mit ganz viel Glück findet man hier etwas, ansonsten sollte man es im Bereich Frankenbad versuchen, das etwa einen halben Kilometer zu Fuß entfernt ist.

Der Abend startet mit The Replacement Killers, einer Band aus Königswinter. Die zwei Musiker Matteo Villa und Rolf Becker trafen sich vor knapp zwanzig Jahren eher zufällig bei einer Jamsession. Nach einem Nashville Trip und dortiger Einspielung eines Mini-Albums gründeten die beiden eine Künstleragentur, und touren munter durch die Lande. So bekommen die anwesenden Zuschauer, heute dann auch einen kleinen Überblick aus dem Repertoire der Replacement Killers. Irgendwo zwischen Johnny Cash und den Pogues angesiedelt, spielt Matteo die Gitarre und steuert die Vocals dazu bei. Währenddessen bearbeitet Rolf Becker unnachgiebig die Trommelfelle. Ein gut eingespieltes Team, das den Nerv des Publikums trifft, und nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen darf. Ein Angebot an Merchandise sucht man aber heute vergeblich, und so halte ich meinen Platz vor der Bühne und bin gespannt auf den nun folgenden Auftritt des Duos aus Austin/Texas.

Und schon ist es soweit, der Umbau ging dank der ehrenamtlichen Helfer des Kult41 rasch von statten, und The Ghost Wolves betreten die Bühne. Jetzt bin ich erst einmal geplättet! Ist dieses Inferno verbreitende, weißgekleidete Geschöpf, eine Rampensau par excellence, das gleiche kleine zurückhaltende Mädel vom Merchstand? Dort wo wir eben noch eine Hand Made Weste der Wolves erstanden haben? Ja, das ist Carley Wolf, der weibliche Part der Ghost Wolves, die hier gerade scheinbar eine Metamorphose vollzogen hat. Hammer, absoluter Hammer! Die Frau bearbeitet ihre Gitarre voller Inbrunst, lotet die Grenzen der Distortion aus, fegt dabei wie ein Derwisch über die Bühne, und rockt das sich die Balken biegen. Vor kurzem habe ich die aktuelle CD rezensiert, aber die Live Variante setzt da locker noch mal einen drauf. Könnte das Album durchaus eine druckvollere Abmischung vertragen, stimmt hier heute alles. Die beiden geben Vollgas, die Stücke drücken fett in die Ohrmuscheln. Einfach mitreißend, selbst die im normalen Gespräch recht helle Stimme von Carley kommt kraftvoll rüber. Eine Show für Auge und Ohr! Und während Wirbelwind Carley abgeht wie Schmitz Katze, trommelt sich Jonny Wolf die Seele aus dem Leib. Schnell und präzise, dazwischen immer wieder der Griff zum Synthie zur Untermalung der Songs. Jeder Song ein kraftvolles Gebräu aus Gitarre, Schlagzeug und Carleys unwiderstehlichen Bühnenpräsenz. Selbstredend beziehen sie das Publikum mit ein. Die tanzende und hüpfende Meute gibt dann auch reichlich Applaus, und die geforderte Zugabe wird gerne gegeben. Es müssen nicht immer die großen Bands sein, die einem ein geiles Rockkonzert bescheren. Ich bin begeistert, und werde mir die Band auf jeden Fall noch einmal im Kölner Sonic Ballroom anschauen. Carley und Jonny sind derweil schon am Merchstand zugegen, und signieren CDs, Vinyl und Poster. Und auch jetzt sind sie sehr sympathisch, Jonny schreibt mir sogar noch die Setlist auf da ja heute fast alles nur noch über Tablet läuft.

Setlist: Attitude Problem, Strychnine In My Lemonade, Fast, Bunny Run, Crybabies Go Home, Whettin’ My Knife, Dissappear, Attack, White Lily, Grandmas A Rebel, Gonna Live, Baby Fang Thang

wer sie in Bonn verpaßt hat, m 04.05.17 in Aachen im Wild Rover, am 05.05.17 in Essen Freak Show und am 20.05.17 im Sonic Ballroom in Köln gibt es noch die Chance sie live zu sehen

http://theghostwolves.com/

https://www.facebook.com/TheGhostWolves

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