ROCK HARD FESTIVAL 2017

von pistol

Und schon wieder ist es Pfingsten, und wieder ruft das Rock Hard Festival die Kuttenträger und deren Sympathisanten zum dreitägigen Headbang Spektakel. Das Wetter ist durchwachsen, die 22 Bands stilmäßig auch. Aber Toleranz ist das Stichwort, und letztlich sind wir doch alle wegen der Musik da. O.k. außer denen, die sowieso nur zum Saufen kommen, und es meist noch nicht einmal bis ins Amphitheater schaffen. Die dann lull und lall vorm Zelt liegen, naja jeder wie er mag. Die Sicherheitsstandards wurden noch einmal erhöht, kein Wunder nach diversen Terror Vorfällen bei Konzert Veranstaltungen. Wie immer souverän ausgeführt von den Mädels und Jungs der CCS Security. Vollkommen dämlich allerdings die Kommentare mancher Festivalbesucher, die es besonders witzig fanden dem Security Personal mit Sprüchen wie „Mein Rucksack hat Bin Laden gepackt“ oder „Sei vorsichtig, der Sprengsatz ist empfindlich“ auf den Sack zu gehen. Das mag beim ersten Mal vielleicht noch lustig sein, aber wenn man zum x-ten Male solchen Schwachsinn hört, platzte dem einen oder anderen Security Mitarbeiter verständlicherweise der Kragen. Seid froh, dass die Leute so genau hinsehen. Und eine bessere Grabencrew findet ihr sowieso nicht!

 

Freitag, 2. Juni 2017

Dust Bolt

Das Festival wird durch eine heimische Thrash Metal Band eröffnet. Dust Bolt haben sich in den letzten Jahren einen ziemlichen Status erspielt, und auch heute entern sie mit Vollgas die Bühne. Die schon reichlich anwesenden Zuschauer moshen dann auch direkt ordentlich ab, und ignorieren die anfänglichen Soundprobleme total (oder habe ich die nur alleine gehört). Ein gelungener Auftakt zum Festival.

Setlist: Sick X Brain, Violent Abolition, Awake The Riot – The Final War, Soul Erazer, Toxic Attack, Agent Thrash, Mind The Gap

Robert Pehrsson's Humbucker

Mit der Ankündigung, dass der Schwede die geplante Autogrammstunde nicht wahrnehmen kann weil er nach dem Gig sofort wieder in den Flieger muss, startet das Konzert. Und sofort wird klar, daß er das Energielevel des Openers nicht halten kann.Die Songs erinnern teilweise stark an alte Thin Lizzy Nummern, werden jedoch recht kraftlos präsentiert. Hat Herr Pehrsson vielleicht einfach nur keine Lust heute, oder ist im Terminstreß. Man weiß es nicht, aber da habe ich schon deutlich bessere Shows gesehen. Und auch die jetzt wirklich massiven Soundproblem trüben das Hörvergnügen sehr, Zeit ein neues Bier zu holen.

Setlist: Traveling Through The Dark, The Hollow In A Rising Tone, Distant Bound, Wasted Time, Zero Emotion, The Somber Sleeps, Haunt My Mind, Serious, Pretender, Send Her My Love, Who Else Is On Your Mind

Mantar

Als nächste kommt hier die Bremer Zwei Mann Kombo an den Start, für eine Live Darbietung dieses Schwarzmetal Genres dann doch eher ungewöhnlich. Kennt man von Studioproduktionen ja das Ein-Mann Prinzip (ich sag nur Bathory) verblüfft es live dann doch ein wenig. Nach peniblen Soundcheck fahren die zwei Herren aber dann eine solch gewaltiges Schwarzbrett auf, das jegliche Zweifel verschwinden läßt. Das Publikum frisst ihnen jedenfalls aus der Hand, es wird mit gesungen und sogar ein Circle Pit tut sich auf. Eine schweißtreibende Show, die ich mir allerdings in einem kleinen Club noch einmal eine ganze Ecke besser vorstellen kann. Auch die morbide Stimmung wird durch die eingespielte Rede von Marshall Applewhite, dem Anführer der Sekte Heaven’s Gate, die sich kollektiv umgebracht haben, deutlich Hoch gehalten. Ein außergewöhnliches Duo, das alles andere als gewöhnlich ist.

Setlist: Cult Witness, Praise The Plague, Into The Golden Abyss, Spit, Cross The Cross, Pest Crusade, Astral Kannibal, The Huntsmen, Era Borealis, White Nights

The Dead Daisies

Jetzt folgt ein krasser Stilwechsel, und die Supergroup um die Herren Mendoza, Corabi, Tichy und Aldrich. Die gut aufgelegten lebenden Rocklegenden zocken auch einen klassisch guten Set, gespickt mit etlichen Coverversionen von The Who, CCR, The Beatles, Grand Funk Railroad und Alex Harvey Band. Dazu ein Drumsolo, und natürlich darf auch ein Gitarrensolo nicht fehlen bei solchen Bühnenprofis. Das ist eben noch alte Schule, und der Partyfaktor dementsprechend hoch. Marco Mendoza geht gar im Fotograben mit den Fans auf Tuchfühlung, und ist vor der Show sogar kurzzeitig im Zuschauerbereich unterwegs. Jedenfalls verstehen die Herren ihr Handwerk, und immer wieder schimmern die Bands durch in denen sie im Laufe der Jahrzehnte so gespielt haben.

Setlist: Long Way To Go, Mexico, Make Some Noise, Fortunate Son, Last Time I Saw, Join Together, Drum Solo, With You And I, Mainline, Helter Skelter, We 're An American Band, Midnight Moses

Candlemass

Und wie so oft, dominieren auch auf dem RH Festival die schwedischen Bands. Diese riesige Land mit den wenigen Einwohnern ist eine wahre Quelle an inspirierten Musikern. Auch wenn der Kopf der Band, Leif Edling, seit Jahren gesundheitlich auf der Schattenseite segelt und nicht live auf der Bühne stehen kann, so ist eine Candlemass Show immer ein Garant für ordentliche Leistung. Das heutige Set beinhaltet größtenteils Kracher der Anfangsphase um die Longplayer „Epicus Doomicus Metallicus“ , „Nightfall“ und „Ancient Dreams“ . Die Songs kennt jeder Metalhead, und so wird die Band auch kräftig abgefeiert. Naja und seien wir mal ehrlich, bei den Bands die recht lange im Geschäft sind wollen die Fans nun mal die alten Nummern hören. Auch wenn mancher Musiker lieber seien neuen Sachen spielen möchte, die müssen sich erst einmal etablieren. Alles in allem ein starker Auftritt, und auch schon eines Headliners würdig.

Setlist: Born In A Tank, Bewitched, Dark Reflections, Gothic Stone, The Well Of Souls, A Cry From The Crypt, Dark Are The Veils Of Death, Under The Oak, At The Gallows End, Mirror Mirror

Blues Pills

Nicht jeder gönnte den Blues Pills den Headliner Status. Mir persönlich gefällt diese Truppe sehr gut und ich hätte es sehr schade gefunden, sie mit einem kürzeren Set irgendwo mitten im Programm zu sehen. Aber so sind die Geschmäcker eben verschieden. Ohne Frage ist natürlich, dass die Band um die bezaubernde Frontelfe Elin, viel intensiver in einem Club mittlerer Größe wirkt. Das ist bei dieser Art bluesorientierter Musik nun mal so. Jedenfalls hat sich Elin zu einer wahren Rampensau entwickelt, fegt über die Bühne, schüttelt ihr Haar für uns und rockt wie der Teufel. Zusätzlich hat man das Line-Up um einen zweiten Gitarristen verstärkt, der gelegentlich auch die Tasten der Orgel bearbeitet. Mehr Druck und eine räumlich bessere Ortung sind der Erfolg von diesem Schritt. Ich meine auch, dass man dadurch auf die sonst üblichen Samples und Einspielungen verzichtet. Das Klangbild ist auf jeden Fall fett, und lässt einen regelrecht in den Songs versinken. Das Rock Hard Publikum feiert die Schweden somit begeistert ab, und man sieht wie ergriffen Elin davon ist. Natürlich geht hier nichts ohne Zugabe, und dann rocken die Blues Pills eine wahnsinnig geile Version von dem alten Jefferson Airplane Klassiker „Somebody To Love“ Einfach geil! Das einzige, was ich nicht so richtig verstanden habe sind die vereinzelten Crowdsurfer. Man weiß ja nie was einen so erwartet aber bei Livegigs bei den Blues Pills, bestimmt keine Crowdsurfer. Vielleicht waren es auch einfach nur Leute, die vergessen hatten das Headset auszuziehen und gerade Exodus hörten. Ansonsten eine mehr als gelungene Show, die mich und viele andere absolut begeistert hat.

Setlist: Lady In Gold, Little Boy Preacher, Black Smoke, Bliss, Won't Go Back, Little Sun, Outro, Elements And Things, You Gotta Try, Astralplane, High Class Woman, Ain't No Change, Gone So Long, Somebody To Love, Devil Man

 

Samstag, 3. Juni 2017

Monument

Der Opener am zweiten Tag, Monument legt direkt los, als sei er frisch aus der New Wave Of British Heavy Metal entsprungen. Ein Fest für alle Fans von Eddie und seinen Maidens. Und logisch, wo soll diese Truppe auch anders herkommen als aus dem ehemaligen EU Staat Großbritannien (oder ihr überlegt euch das noch einmal liebe Briten). Für die erste Band des Samstags geht auch showmäßig direkt die Post ab, Nebelfontänen, Feuerbälle…man rockt sich den Arsch ab. Sehr zur Freude der schon recht großen Anzahl an Zuschauern. Das habe ich vom letzten Jahr doch anders in Erinnerung. Da spielte der Opener vor einer Handvoll Leute. Scheinbar sind Monument dann doch dem einem oder anderen bekannt. Und es wird geheadbangt was das Zeug hält, die Security kommt auch zu der noch recht frühen Stunde direkt ans arbeiten und fängt die Crowdsurfer auf. Und die Band hat natürlich sichtlich Spaß daran, von der Menge frenetisch gefeiert zu werden. Auch wenn Sänger Peter Ellis ein paar ernste Worte über die unsicheren Zeiten verliert, und damit wahrscheinlich auf den Abbruch beim zeitgleich laufenden Rock am Ring Festival anspielt. Dieses war am Freitagabend wegen einer Terrorwarnung abgebrochen worden, und erst am Samstagnachmittag unter verschärften Sicherheitsbedingungen wieder fortgesetzt. Eine tolle Truppe, die den Geist des New Wave Of British Heavy Metal aufleben lässt. Ich denke, dass sie heute eine Menge Fans dazu gewonnen haben.

Setlist: Intro, A Bridge Too Far, Carry On, Fatal Attack, Crusaders, Olympus, Imhotep, Lionheart, Rock The Night

Ketzer

Beim RH Festival 3201 durften sie noch den Slot des Freitags Openers belegen, nun immerhin Samstags als zweite Band des Tages am Start. Wenn mir persönlich auch das neue Material des Albums „Starless“ deutlich weniger zusagt, als die Songs aus der Anfangsphase, so bringen die Jungs aus Bergisch Gladbach doch eine überzeugende Performance. Nur das Publikum bleibt noch recht verhalten, ob es am strahlenden Sonnenschein liegt, oder an der großen Bühne. Es gibt einfach Bands, die im kleineren Club besser aufgehoben sind, und da dann einen Abriss veranstalten. Aber sei es drum, zum Ende des etwa vierzigminütigen Sets bangen die Leute dann doch mit, und es gibt fetten Applaus.

Setlist: Satan's Boundaries Unchained, Starless, The Fevers Tide, When Milk Runs Dry, Dogface, He, Who Stands Behind The Rows, The Fire To Conquer The World

The Night Flight Orchestra

Ja was nun abgeht kann man nicht wirklich beschreiben, ABBA goes Metal oder BEE GEE's on speed. Ein Mix aus AOR, Classic Rock und Achtziger Pop bringt die Old School Headbanger zum Schunkeln. Das kann man mögen, muß man aber nicht. Gestandene Deathmetal Freaks schunkeln im Discofieber, schon peinlich oder? Andererseits ist natürlich nichts gegen eine Horizonterweiterung zu sagen, aber man registriert es schon mit Erstaunen. Optisch natürlich nett anzusehen, die drallen Backgroundsängerinnen im Stewardessen Outfit. Nun sind die Herren und Damen wahrlich keine Neulinge im Geschäft, sondern tanzen schon seit 10 Jahren durch die Weltgeschichte. Mir waren sie bis dato trotzdem unbekannt, und nur die Promo Kampagne zur neuen Scheibe „Amber Galatic“ machte mich darauf aufmerksam. Frontmann Björn Strid singt normalerweise bei Soilwork, also something completely different. Der Meute vor der Bühne gefällt es, und es werden erstmal Zugabe Rufe laut. Das läßt natürlich der eng gestrickte Zeitplan nicht zu. Aber ich denke die Band hat heute neue Fans dazugewonnen.

Setlist: Midnight Flyer, Gemini, Stiletto, Domino, Living For The Nighttime, Star Of Rio, Something Mysterious, West Ruth Ave

Skyclad

Auf Skyclad habe ich mich besonders gefreut, hatte ich bis heute nie die Gelegenheit diese sympathische Folk Metal Truppe einmal live zu erleben. Und dann fällt gerade heute die folkige Komponente aus, Violinistin Georgina Biddle hatte sich bei einem Unfall verletzt und konnte daher nicht spielen. Leider verdunkelt sich auch der Himmel, und viel Zuschauer suchen den Weg zum Bierstand um unter einem Dach zu stehen. Nichtsdestrotz ein starker Auftritt, der eine Reise durch das Skyclad Programm bietet. Sänger Kevin Ridley schafft es jedenfalls die anwesenden Headbanger zum Mitsingen zu animieren, und gegen Ende des Sets scheint die Sonne wieder und die Party ist in vollem Gange. Bemerkenswert auch immer die unverblümte Redensweise von Kevin, zu den politischen Schieflagen dieser Welt. Leider ist nach 45 Minuten das Set durch, daran ändern auch die lautstarken „Skyclad“ Rufe nichts.

Setlist: The Declaration Of Indifference, Spinning Jenny, Change Is Coming, Another Fine Mess, Starstruck, The Parliament Of Fools, Penny Dreadful, Another Drinking Song, Inequality Street, Emerald, Thinking Allowed

Asphyx

Die Niederländer haben im Pott schon eine starke Fangemeinde immer herzlich willkommen, und werden dementsprechend schon direkt zu Beginn frenetisch gefeiert. Martin van Drunen überzeugt ein aufs andere Mal durch seine bissigen, aber auch gleichzeitig lustigen Kommentare. Eine gehörige Portion Selbstironie macht den doomigen Death Metaller so sympathisch. In Richtung der allzeit gegenwärtigen Terrorgefahr (Rock am Ring wurde ja deswegen unterbrochen) schickt er einen vielleicht nicht ganz politisch korrekten Gruß, der mir aber zusagt. „Death…The brutal was“ die einzige Sprache, die diese Fanatiker verstehen. Dann wiederum nimmt er die Betontitten von Sophia Wollersheim aufs Korn, die vielen verständnisvollen Blicke im Publikum erklären wohl den Erfolg von youporn…Ich schweife ab, die Show war einfach Bombe und Asphyx hat mal wieder kräftig abgeräumt.

Setlist: The Quest For Absurdity, Vermin, Candiru, Division Brandenburg, Wardroid, Death... The Brutal Way, M.S. Bismarck, Deathhammer, Scorbutics, Der Landser, Forerunners Of The Apocalypse, The Rack, Last One On Earth

Exodus

Die Bay Area Thrasher Exodus um Shouter Steve “Zetro” Souza, entern mit „Bonded By Blood“ die Bühne am Kanal und brechen den diesjährigen Rekord in Sachen Crowdsurfer! Wie am Fließband schieben die Metalheads in Richtung Graben und werden von den allseits netten Security Crew sicher aufgefangen. Die Meute tobt und bangt, dass es eine wahre Freude ist. Der mit Abstand druckvollste Auftritt beim diesjährigen Festival. Fronter Steve fordert dem Publikum wirklich alles ab, und setzt immer noch mal einen drauf. „Da geht noch mehr“ kreischt er mit erstaunlichem Stimmvolumen, und fordert einen Circle Pit quer durch das Amphitheater. Das klappt nicht ganz, aber immerhin ein beindruckender Anblick. Leider ist auch diesmal Gitarrist Gary Hold nicht mit dabei, wird aber würdig von Heathen Gitarrist Kragen Lum vertreten. Besonders nette Geste zum Ende des viel zu kurzen Sets, die Bay Area Thrasher holen einen jungen Nachwuchs Metalhead auf die Bühne, der dann mal kurz die Saiten beackern darf.

Setlist: Bonded By Blood, Exodus, And Then There Were None, Blood In Blood Out, Pleasures Of The Flesh, Fabulous Disaster, Body Harvest, Children Of A Worthless God, Blacklist, The Toxic Waltz, Strike Of The Beast

D.A.D.

Der Preis für die verrückteste Bühnendekoration geht diesmal eindeutig an die durchgeknallten Dänen von D.A.D. Ein überdimensionales Wohnzimmer im Retrolook, mit Stehlampen, riesigem Sofa das als Drumriser dient, herrlich! Eigentlich warte ich nur darauf, dass der Bulle von Tölz um die Ecke schaut, und seine Werbung für XXL Möbel abfährt. Nach dem Thrash Brett von Exodus aber eine willkommene Abwechslung um ein wenig runterzukommen. Hier ist mehr die Mitklatschfraktion gefragt, bei natürlich gleichbleibendem Spaßfaktor. Bewundernswert mal wieder Bassist Stig, der das komplette Set mit Voll Helm absolviert. Natürlich hat er wieder Gimmicks wie Helmfeuerwerk mit dabei, insgesamt eigentlich ein tolles Outfit für eine Komparsen Rolle bei Star Wars. So sind sie nun mal, herrlich bekloppt die Dänen. Und das Stimmungsbarometer nach einer solchen Vorlage wie von Exodus zu halten, heißt schon was. Absolut unterhaltsam, wie auch die leuchtenden Augen und Gesichter im Publikum zeigen.

Setlist: Riskin' It All, Written In Water, Monster Philosophy, Girl Nation, Soul bender, A New Age Moving In, Riding With Sue, Everything Glows, Scare Yourself, I Want What She's Got, Bad Craziness, Sleeping My Day Away, Jihad

Behemoth

Nun folgt der heutige Headliner, den ich persönlich eher zu der Kategorie zu Unrecht gehypter Bands zähle. Aber das ist mein persönlicher Geschmack, ich muß ja nicht alles mögen. Nun choreographisch ist auch gegen das Pyrofeuerwerk, und die Maskerade nichts einzuwenden. Ein Stilmittel, was viele Bands nutzen, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene darzustellen. Will man sich aber zur Profiliga zählen, darf ein Soundcheck in dem knappen Zeitplan nicht schon gehörig überzogen werden. Dafür ist der Sound über weite Strecken trotzdem miserabel. Überhaupt habe ich den Eindruck, die Herren aus Polen spulen ein Programm ab, weil sie es eben müssen. Von Spielfreude kann man hier nicht sprechen, dazu Trigger Drums die meiner Meinung nach, bei Live Auftritten nun überhaupt nichts verloren haben. Auch die Setlist kann wenig überzeugen, fast nur Songs des aktuellen Albums. Kein wirkliches Backprogramm, und um 22:40 wird bereits der letzte Song angekündigt. Von einem Headliner hätte ich da wirklich mehr erwartet.

Setlist: Blow Your Trumpets Gabriel, Furor Divinus, Messe Noire, Ora Pro Nobis Lucifer, Amen, The Satanist, Ben Sahar, In The Absence Ov Light, O Father O Satan O Sun!, Ov Fire And The Void, Conquer All, Chant For Eschaton 2000

 

Sonntag, 4. Juni 2017

 

Night Demon

Der heutige Opener, nein nicht die California Dreamboys, aber eben aus jenem Teil der USA, schmettern uns ultrafrischen Metal im Geiste der NWOBHM um die Ohren. Die Fans sind aus dem Häuschen, recken Fäuste und Pommes Gabel in Richtung Himmel, und feiern die Truppe gehörig ab. Das Songmaterial lässt auch nichts zu wünschen übrig, man bedient sich der Stücke des Debüts und natürlich einiger brandheißen neuen Sachen. Und mit nur drei Mann einen Klassiker wie „Wasted Years“ von Iron Maiden zu covern, und das sogar hammermäßig gut, zeigt welches Potential die Band hat.

Setlist: Welcome To The Night, Full Speed Ahead, Maiden Hell, Curse Of The Damned, Ritual, The Chalice, Screams In The Night, On Your Own, Night Demon, Black Widow, Wasted Years Blood

Ceremony

Die kanadischen Doom Metaller Blood Ceremony, um Frontfrau Alia O’Brien stammen aus Toronto, und waren mir bis eben absolut unbekannt. Umso interessierter lauschte ich nun den Klängen, die da aus der PA drückten. Ein wenig Jethro Tull, ein wenig Jefferson Airplane, gewürzt mit einer Prise Black Sabbath oder auch Black Widow. So ungefähr würde ich die Stilrichtung einsortieren. Gitarrist Sean Kennedy bezeichnet seine Truppe selber als düstere, doom-beinflusste, schwer psychedelische, acid-folkige, und vom Okkulten besessene Rockband. Das kann man unverändert so stehen lassen, Alias hypnotischer Gesang, dazu ihr Spiel auf der Querflöte schicken einen unweigerlich auf eine Reise durch Traumwelten in tausendundeiner Nacht. Eigentlich gar keine Band für ein großes Festival, die psychedelische Atmosphäre der Songs kommt meiner Meinung nach in kleinen Clubs deutlich intensiver rüber. Hauptsache das Publikum feiert die Band, und das ist hier der Fall. Immerhin haben Blood Ceremony schon einige Konzerte, der schwer gehypten Formation Ghost supporten dürfen. Auch eine Art Gütesiegel.

Setlist: Old Fires, Goodbye Gemini, Drawning Down The Moon, Half Moon Street, Lord Of Misrules, I’m Coming With You, Morning Of The Magicians

Secrets Of The Moon

Vom doomigen Programm der vorherigen Band schon mal in die Richtung gebracht, kommt jetzt Black Metal aus Osnabrück. Secrets of the Moon erfreuen uns nun mit atmosphärischen, düsteren Klängen. Dazu famoser Sound, keine langen Reden, sondern Musik pur. Das Set besteht hauptsächlich aus Stücken der neuen Scheibe „Sun“, die wiederum eine deutliche Weiterentwicklung der Band zeigt. Warum man immer noch in den unteren Ligen spielt sei dahingestellt, aber heutzutage geht eben ohne den richtigen Pusher im Rücken nichts mehr. Und so fährt der sauber und doch tonnenschwere Sound, trotz Sonnenschein gehörig durch die Arena, genauer gesagt durch das Amphitheater.

Setlist: No More Colours, Dirty Black, Nemesis, Hole, The Man Behind The Sun, Lucifer Speaks

Demon

Manche Bands habe ich bis heute noch nie live erlebt, warum auch immer. Irgendwie ergab sich kein passender Termin, oder die Location war scheisse bzw. ein Riesen Kommerzfestival wie da oben im Norden. Einfach nicht mein Ding. Dazu gehören auch Demon, von denen ich alle Scheiben seit Anbeginn ihres Bestehens habe. Deswegen bin ich doppelt gespannt, was die Briten so draufhaben. Letztlich ist ja nur noch Sänger Dave Hill von der Urbesetzung dabei, aber seien markante Stimme ist immer noch genial. Und besser als mit „Night Of The Demon“ hätte das Set gar nicht starten können. Das ist Hard Rock allererster Klasse, auch wenn das Publikum das teilweise ignoriert. Naja, das sture Schubladendenken ist ja auch so eine Meisterdisziplin bei vielen True Metallern. Mir macht der Auftritt mächtig Spaß, vor allem als „Don’t Break The Circle“ angestimmt wird. War doch eine geile Zeit damals. Danke Demon für die Reise in die Vergangenheit! Das neue Songmaterial finde ich ebenfalls überzeugend, auch wenn heute nur „Cemetary Junction“ zum Besten gegeben wird.

Setlist: Night Of The Demon, Into The Nightmare, Sign Of A Madman, Standing On The Edge Of The World, Cemetary Junction, Liar, Life On The Wire, Don't Break The Circle,

Ross The Boss

Auf den nächsten Programmpunkt freue ich mich besonders, hatte ich doch Ross The Boss erst vor kurzem in Andernach mit seinem Classic Manowar Set gesehen, und war extrem geflasht. Als Manowar Fan der ersten Stunde, habe ich nie verstanden, warum die Truppe jetzt nur noch ein Abklatsch ihrer Selbst ist. Das ist True Comedy und dummes Geschwätz, Selbstbeweihräucherung aber kein Metal mehr. Umso mehr knallen die Klassiker von Ross The Boss und seinen Mannen. Natürlich ist auch Ex-Drummer Rhino mit von der Partie, dieser ist lange vor dem Auftritt schon im Publikum unterwegs, größtenteils wohl ob der großen Sonnenbrille unerkannt. Jedenfalls hatte ich einen netten Plausch mit ihm. Jetzt wird jedenfalls kräftig abgeräumt, die alten Nummern sind einfach ein Klasse für sich. Und Sänger Marc Lopes singt wie ein Metalgott, das Publikum frisst ihm aus der Hand, schmettert die Refrains mit und zaubert so richtig Stimmung in den Nachmittag. Das wird schon schwer zu toppen sein. Ich denke Eric Adams wäre froh, das heute noch so hinzubekommen. Wieder ein absolut gelungener Auftritt und eine geile Präsentation der alten Manowar Klassiker, fernab vom Dauergelaber der Namensinhaber.

Setlist: Blood Of The Kings, Death Tone, The Oath, Blood Of My Enemies, Kill With Power, Thor (The Powerhead), Sign Of The Hammer, Fighting The World, Metal Daze, Battle Hymn, Hail And Kill,

Fates Warning

Nun eine der Kapellen, die seit Jahren hervorragende Alben produzieren, aber den großen Durchbruch nicht schaffen. Man kann sie zum Progressiven Metal dazurechnen, sind sie doch bei weitem nicht so frickelig wie z.B. Dream Theater. Das schwere Los, nach dem alles niedermachenden Dampfwalzenprogramm von Ross The Boss auf die Bühne zu müssen, zeigt sich jetzt überdeutlich an den wenigen Zuschauern die verblieben sind. Da kann ich nur sagen, selber schuld. Denn die gebotene Kost ist über jeden Zweifel erhaben. Und auch hier wieder positiv zu verzeichnen, man verzichtet auf unnötiges Geblubber, und spielt stattdessen lieber die hervorragenden Songs, die in der Bandgeschichte so entstanden sind. Und diese werden auch entsprechend vom Publikum abgefeiert, bis hin zu Sprechchören und sogar vereinzelten Crowdsurfern. Nun ja, meiner Meinung passt es zu dieser Musik nicht wirklich, ähnlich wie schon bei den Blues Pills registriere ich es mit Verwunderung. Aber wenn es Spaß macht, soll doch jeder die Band feiern wie er will. Alles in allem ein phantastischer Auftritt von wahren Könnern des Genres. Stimmungsvolle Kompositionen, perfekte Soli greifen ineinander über und lassen eine relaxte Atmosphäre zurück. Echt coole Säue!

Setlist: From The Rooftops, Life In Still Water, One, A Pleasant Shade Of Grey Part III (There’s A Cloud Above Us), Seven Stars, SOS, Firefly, The Light And Shade Of Things, Aquiesence, The Eleventh Hour, Point Of View, Monument

Dirkschneider

Muß man über UDO noch irgendetwas schreiben? Der zweite Überkracher heute, den viele lieber als Headliner gesehen hätten. Und mal ehrlich, der Großteil des Publikums ist doch mit eben diesen Songs groß geworden. Eine wahre Eruption als „I'm A Rebel“ damals zum ersten Male beim Mal Sondocks Hitparade gespielt wurde. Dann die Accept Klassiker „Fast As Shark“, „Son Of A Bitch“ wer kennt sie nicht. Und wer könnte sie besser singen als das Original? Natürlich hat er nicht die stimmliche Qualität eines Freddy Mercury, aber eben jene unverkennbare Stimme, die die Songs so einmalig macht. Die Menge tobt und feiert jeden Song ab, jede Textzeile aus hunderten Kehlen mitgesungen. Das ist schon beeindruckend! Neuzugang Bill Hudson ist sichtlich nervös, obwohl dieses südamerikanische Flitze Fingerchen dazu überhaupt keinen Grund hat. Scheinbar ist er überwältigt von den Massen, die jeden der alten Accept Songs feiern. Einer solchen Publikumsmenge sieht er sich wohl eher selten gegenüber, spielt er doch schon in Bands wie Circle II Circle, Kobra & The Lotus, Olivas Pain usw. die aber meist in kleineren Clubs unterwegs sind. Eigentlich schade, dass die Dirkschneiders (Sohn Sven bediente souverän die Schießbude) in Zukunft auf dieses Songmaterial verzichten wollen.

Setlist: Starlight, Living For Tonight, Flash Rockin' Man, London Leatherboys, Midnight Mover, Breaker, Princess Of The Dawn, Son Of A Bitch, Up To The Limit, Screaming For A Love-Bite, Losers And Winners, Metal Heart, Fast As A Shark, Balls To The Wall

Opeth

Der letzte Headliner des diesjährigen Rock Hard Festivals, auch wieder ein heißer Diskussionspunkt unter den Anwesenden. Für meinen Geschmack hätte U.D.O. diese Position am besten ausgefüllt. So kann man doch beobachten, das viele sich auf den Weg nach Hause machen bzw. in die Zelte kriechen, um morgen fit für die Abreise zu sein. Und das teilweise recht sperrige Songmaterial ist auch nicht jedermanns Sache, vor allem wenn man noch die Gassenhauer aus alten Accept Tagen im Ohr hat. Frontmann Mikael Åkerfeldt kann zwar durchaus mit seinen humorigen Kommentaren punkten, jedoch hat nicht jeder so feine Antennen die ironischen Spitzen zu verstehen. So spielen sich die Schweden durch ein vielseitiges Programm, vom harten Headbanger, Growl Stücken bis hin zu fast schon pompösen Melodien ist alles dabei. Ich denke Opeth gehört zu den Bands die man mag oder eben nicht, es fehlt an der Massenkompatibilität. Das ist beileibe nicht negativ zu sehen, aber auf einem Festival doch eher schwierig. Und so geht nach 85 Minuten dann wieder mal ein schönes Festival zu Ende. Die Befürchtungen, dass es zum letzten Mal stattfand, bewahrheiten sich zum Glück nicht. 2018 sind wir wieder am Start, der VVK läuft bereits! Zu der irrigen Annahme kam es durch das fehlende Ankündigen seitens der Veranstalter, in den letzten Jahren wurde meist vorm letzten Headliner, schon die eine oder andere Band für das nächste Jahr bekannt gegeben. Das fehlte dieses mal.

Setlist: Intro, Through Pain To Heaven, Sorceress, Ghost Of Perdition, Demon Of The Fall, You Suffer, The Wilde Flowers, In My Time Of Need, Cusp Of Eternity, Heir Apparent, Era, Deliverance

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The Ghost Wolves, The Replacemnet Killers - Bonn KULT41 28.04.2017

von pistol

Da wohnt man schon seit Jahrzehnten in der Region, und plötzlich entdeckt man eine neue Location, von der man noch nie zuvor gehört hat. Das KULT41 in Bonn, seit ca. 1999 ehrenamtlich betrieben vom gemeinnützigen Bonner Kulturverein Nordstadt e.V, bietet eine Bühne mit guter Beleuchtung, zusätzlich noch einen weiteren Veranstaltungsraum, Proberäume, Atelier usw. Dazu unschlagbare Getränkepreise! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal weniger als fünf Euro für einen halben Liter Bier plus einen Softdrink bezahlt habe. Etwas problematisch ist das Parken, in unmittelbarer Nähe. Nur mit ganz viel Glück findet man hier etwas, ansonsten sollte man es im Bereich Frankenbad versuchen, das etwa einen halben Kilometer zu Fuß entfernt ist. Der Abend startet mit The Replacement Killers, einer Band aus Königswinter. Die zwei Musiker Matteo Villa und Rolf Becker trafen sich vor knapp zwanzig Jahren eher zufällig bei einer Jamsession. Nach einem Nashville Trip und dortiger Einspielung eines Mini-Albums gründeten die beiden eine Künstleragentur, und touren munter durch die Lande. So bekommen die anwesenden Zuschauer, heute dann auch einen kleinen Überblick aus dem Repertoire der Replacement Killers. Irgendwo zwischen Johnny Cash und den Pogues angesiedelt, spielt Matteo die Gitarre und steuert die Vocals dazu bei. Währenddessen bearbeitet Rolf Becker unnachgiebig die Trommelfelle. Ein gut eingespieltes Team, das den Nerv des Publikums trifft, und nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen darf. Ein Angebot an Merchandise sucht man aber heute vergeblich, und so halte ich meinen Platz vor der Bühne und bin gespannt auf den nun folgenden Auftritt des Duos aus Austin/Texas. Und schon ist es soweit, der Umbau ging dank der ehrenamtlichen Helfer des Kult41 rasch von statten, und The Ghost Wolves betreten die Bühne. Jetzt bin ich erst einmal geplättet! Ist dieses Inferno verbreitende, weißgekleidete Geschöpf, eine Rampensau par excellence, das gleiche kleine zurückhaltende Mädel vom Merchstand? Dort wo wir eben noch eine Hand Made Weste der Wolves erstanden haben? Ja, das ist Carley Wolf, der weibliche Part der Ghost Wolves, die hier gerade scheinbar eine Metamorphose vollzogen hat. Hammer, absoluter Hammer! Die Frau bearbeitet ihre Gitarre voller Inbrunst, lotet die Grenzen der Distortion aus, fegt dabei wie ein Derwisch über die Bühne, und rockt das sich die Balken biegen. Vor kurzem habe ich die aktuelle CD rezensiert, aber die Live Variante setzt da locker noch mal einen drauf. Könnte das Album durchaus eine druckvollere Abmischung vertragen, stimmt hier heute alles. Die beiden geben Vollgas, die Stücke drücken fett in die Ohrmuscheln. Einfach mitreißend, selbst die im normalen Gespräch recht helle Stimme von Carley kommt kraftvoll rüber. Eine Show für Auge und Ohr! Und während Wirbelwind Carley abgeht wie Schmitz Katze, trommelt sich Jonny Wolf die Seele aus dem Leib. Schnell und präzise, dazwischen immer wieder der Griff zum Synthie zur Untermalung der Songs. Jeder Song ein kraftvolles Gebräu aus Gitarre, Schlagzeug und Carleys unwiderstehlichen Bühnenpräsenz. Selbstredend beziehen sie das Publikum mit ein. Die tanzende und hüpfende Meute gibt dann auch reichlich Applaus, und die geforderte Zugabe wird gerne gegeben. Es müssen nicht immer die großen Bands sein, die einem ein geiles Rockkonzert bescheren. Ich bin begeistert, und werde mir die Band auf jeden Fall noch einmal im Kölner Sonic Ballroom anschauen. Carley und Jonny sind derweil schon am Merchstand zugegen, und signieren CDs, Vinyl und Poster. Und auch jetzt sind sie sehr sympathisch, Jonny schreibt mir sogar noch die Setlist auf da ja heute fast alles nur noch über Tablet läuft. Setlist: Attitude Problem, Strychnine In My Lemonade, Fast, Bunny Run, Crybabies Go Home, Whettin’ My Knife, Dissappear, Attack, White Lily, Grandmas A Rebel, Gonna Live, Baby Fang Thang

wer sie in Bonn verpaßt hat, m 04.05.17 in Aachen im Wild Rover, am 05.05.17 in Essen Freak Show und am 20.05.17 im Sonic Ballroom in Köln gibt es noch die Chance sie live zu sehen

http://theghostwolves.com/

https://www.facebook.com/TheGhostWolves

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Addict/ Centrate/ Cervet, Mayen Highlander Pub 08.04.2017

von honk

Egal ob Frauentausch oder das gegenseitige Einladen in den eigenen Schlemmertempel, Tauschen und Austauschen scheint in der aktuellen TV-Welt der letzte Schrei zu sein. Im metallischen Underground funktioniert dieses System schon lange. Bands verabreden sich gegenseitig zu Gigs in der jeweiligen Heimregion. Der Vorteil liegt auf der Hand: Auf diese Weise schaffen es auch unbekanntere Bands ihre Duftmarken weiter zu verstreuen.

 

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Jinjer - Musikbunker Aachen 07.04.2017

von pistol

Wie könnte man den Urlaub besser starten, als mit einem geilen Konzert? Eben, gar nicht! So machen wir uns auf den Weg nach Aachen, zur quasi letzten verbliebenen Live Location für alle Spielarten der Rockmusik in dieser Stadt. Das Wohnmobil auf dem örtlichen Stellplatz abgestellt, der praktischerweise in fußläufiger Entfernung zum Musikbunker liegt, und steppen die vierzehnhundert Meter dorthin. Da wir auch ein Interview auf dem Plan haben, begeben wir uns durch den Stage Eingang hinein um erst einmal die Location zu checken. Jinjer sind auch eben erst angekommen, da sie eine Panne mit dem Van hatten. Also kurz die Uhrzeit fürs Interview abgeklärt, und dem Soundcheck beigewohnt. Dieser war schon absolut beeindrucken! Die Uhr zeigt mittlerweile nach neun und jetzt geht es endlich los. Auf eine Vorband verzichtet man heute, einen Umstand den ich mal sehr lobenswert finde, und jetzt fällt mir auch schon die Kinnlade herunter! Hellyeah what a blast! Diese zarte Lady röhrt den Musikbunker in Grund und Boden! Unfassbar was diese Kehle hervorbringt, glockenreinen Gesang, räudiger Straßenköter Gesang und Growls vom Allerfeinsten. Dafür brauchen andere Bands drei Sänger zusammen! Falls jemals irgendwer das Prädikat „teuflisch gut“ anwenden will, dem sei gesagt, hier singt die Leibhaftige persönlich! Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass die Band ursprünglich mit einem Sänger bestückt war. Der machte sich allerdings plötzlich aus dem Staub, und emigrierte in die USA. Das jetzige Goldkehlchen, Tatiana Shmailyuk, wollte ihren Freunden eigentlich nur kurzzeitig aushelfen. Soweit so gut, hier passierte ein wahrlich genialer Tausch. Und auch den Verlust des Schlagzeugers, der beim Rauchen vor Müdigkeit aus dem Fenster fiel und ersetzt werden musste konnte den Aufstieg von Jinjer nicht aufhalten. Diese Musiker, die hier musikalisch und technisch auf höchstem Niveau den passenden Soundteppich dazu beisteuern sind eine wahre Freude. Der Schlagzeuger präzise wie ein Schweizer Uhrwerk, mit kraftvollem Bumms. Messerscharfe Riffs seitens des Gitarreros und ein Basser jenseits von Gut und Böse. Jedes Stück ein Volltreffer, sowas habe ich lange nicht mehr erlebt. Der recht gut gefüllte Bunker weiß das zu würdigen, und ein wilder Moshpit entsteht vor der Bühne. Hatte der Mann am Mischpult vorher noch Bedenken, dass kaum einer kommen würde weil „die Band kennt man ja nicht“ war das genaue Gegenteil der Fall. So zocken die Ukrainer Tatiana Shmailyuk (Vocals), Roman Ibramkhalilov (Gitarre), Eugene Abdiukhanov (Bass) und Vlad Ulasevich (Drums) dreizehn Songs mit schierer Power runter, und geben natürlich auch noch die lautstark geforderte Zugabe. Viel mehr hätte das Publikum auch nicht wegstecken können, die Performance hat alle gefordert und es wird höchste Zeit für neue Kaltgetränke. Kurze Zeit später sind Tatiana und ihre Jungs auch schon wieder vor der Bühne und am Merchstand (hier ist allerdings noch viel Luft nach oben, das Angebot an Shirts war etwas dürftig) und geben bereitwillig Autogramme und stehen für Fotos zur Verfügung. Setlist: Who Is Gonna Be The One, Words Of Wisdom, Sit Stay Rollover, I Speak Astronomy, Just Another, Under The Dome, Pisces, Zhelayu Znachit Poluchu, Captain Clock, Outlander, No Hoard of Value, Cloud Factory, Bad Water, Scissors

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Bloodbound, Crystal Viper, Thobbe Englund, Rexoria - Turock Essen 06.04.2017

von pistol

Wieder mal unter der Woche nach Essen ins Turock, das heißt Nerven behalten und ab ins Stauchaos. Aber heute geht es, und wir kommen tatsächlich einmal pünktlich zum Einlass dort an. Der mäßig gefüllte Raum lässt befürchten, dass es publikumsmäßig heute recht übersichtlich bleibt. Jedenfalls hat der Mann an der Nebelmaschine schon wieder den Einschalter gefunden. Sehr zum Verdruss der Handvoll Fotografen, die dadurch arg gehandicapt sind. Rotes Licht und Nebel ergeben nun mal keine guten Fotos! Das weiß man mittlerweile auch ohne einen VHS Grundkurs in Fotografie. Und einer Live Review, spielt es auch nicht in die Hände, wenn man nichts oder nur wenig sieht, und das Geschehen erahnen muss. Pünktlich startet die erste Band REXORIA nun den schwedisch geprägten Abend. Die Band um Frontelfe Frida Olin ist das erste Mal auf Europatour, hat aber das Publikum schon nach wenigen Minuten zum mit machen animiert. Alleine die tolle Stimme thront über den eingängigen Songs im Retrostil, das allerdings hat man mittlerweile zu Genüge. Also recht schwierig, sich damit aus der Masse abzuheben. Der kurze Set ist nach gut einer halben Stunde durch, obwohl ich mir das gerne noch ein wenig länger angehört hätte. Ihre Rolle als Warm Up für die nachfolgenden Bands haben sie aber erstklassig erfüllt, und stehen auch schon wenige Minuten nach dem Auftritt am Merchstand bereit. Setlist: Intro, Way To Die, Heated Up, Valiance In War, Soldier Of The Sun, The World Unknown, Outro Der nächste Act THOBBE ENGLUND wage ich jetzt am dreist, als den heimlichen Headliner des Abends zu bezeichnen. Vehement vom ersten Ton an bestimmt die Band die Marschrichtung. Weitab vom einfältigen Mainstream Rock der Sabatons, wird hier hervorragend musiziert. Und zwar quer durch alle Richtungen, ob das doomige „Glow“ oder eher ein stark siebziger orientiertes Stück a la „ Steel And Thunder“ die Location durchflutet, vollkommen egal die Leute sind begeistert. Sollte jemand vorher noch mit dem Gedanken gespielt haben, Thobbe schont sich bei dem Set, weil er ja nachher noch mit Bloodbound auf die Bühne muss, sieht sich schwer getäuscht. Überhaupt hat alles ein ganz besonderes Flair, da die Musiker auch gut mit dem Publikum interagieren. Gut die klassische Frage einer jeden Band aus Schweden(mit Ausnahme von ABBA vielleicht), ist der obligatorische Hinweis darauf genug Bier zu trinken. Sei es drum, der Gig macht Riesenspaß und darauf kommt es an. Setlist: Sold My Soul, Annihilation, Steel & Thunder, The Glow, It Burns, Wildborn, The End Of Oil, Break The Chains, I Am, Trägen Vinner Nach fixem Umbau geht es nun weiter, mit der einzig nicht schwedischen Band heute Abend. Nämlich CRYSTAL VIPER aus Polen. Der extreme Nebel läßt die Musiker erst einmal nur erahnen, was bei der Augenweide Marta Gabriel schon eine Schande ist. Da meine Plattensammlung alle bisher veröffentlichen Alben der Band beinhaltet, wurde es höchste Zeit diese auch Mal live zu sehen. Leider machen sie sich ziemlich rar, bzw. spielen meist nur auf Festivals. So gehe ich also absolut unvoreingenommen an den Auftritt, und finde es ganz gut was da so aus der PA schallt. Gut, manche Screams von Marta sind zuweilen extrem schrill, und ich weiß nicht ob das der Anlage geschuldet ist oder einfach zu laut abgemischt wird. Den Unkenrufen einiger Anwesender, das wäre der schlechteste Gig den sie jemals von Crystal Viper gestehen haben kann ich nicht beipflichten. Man hat eben nicht immer Sonnentage. Klar ein wenig mehr Aktion auf der Bühne wäre schön gewesen, aber mir gefällt es jedenfalls sehr gut, große Teile des Publikum jedoch sind wohl zum Rauchen hinausgegangen oder im Café im ersten Stock. Jedenfalls ist es deutlich leerer vor der Bühne, als eben noch bei Thobbe Englund. Trotzdem sind Marta und die Jungs später am Merchstand zugegen, und lassen sich bereitwillig fotografieren und geben Autogramme. Setlist: Rozpierdol, The Witch Is Back, Night Prowler, Night Of The Sin, Witch's Mark, When The Sun, Goes Down, Flames And Blood, Greed Is Blind, I Fear No Evil, Gladiator Die By The Blade, The Last Axeman, Metal Nation, Outro See You In Hell Nun endlich wird es Zeit für den heutigen Headliner BLOODBOUND, obwohl es nicht der erste Auftritt im Turock ist. Sie haben hier auch schon mal zusammen mit GunBarrel die Recken von Brainstorm supportet. Heute aber ist man eben Headliner, und so fühlt es sich jetzt auch an. Mit einem Eröffnungsintro von Judas Priest “Turbo Lover“ kann man schon mal nicht viel falsch machen, und so ist der Saal urplötzlich wieder gut gefüllt, die Gerstenkaltschalen am Mann und Bang Your Head. Das Turock kocht brodelt und schwitzt, während Bloodbound eine dynamische Show zum Besten gibt. Soweit so gut, mir persönlich ist die doch sehr mainstreamige Show nach einer guten dreiviertel Stunde eigentlich genug. Es klingt so ein bißchen als ob Helloween und Hammerfall eine Jamsession veranstalten würden. Ließen die lustigen Hörnchen von Sänger Patrick anfangs noch auf eine Prise The Prodigy schliessen, erwies sich das als Trugschluss. Textlich beschäftigt man sich viel mit Drachen, und musikalisch bleibt man auf der Publikum sicheren Seite, die sollen ja letztlich ihren Spaß haben. Und das hat die Meute wirklich, wie schon gesagt der Laden brodelt! Natürlich spielen die Jungs auch ihre alten Songs, da diese auch immer wieder lautstark verlangt werden. Das Monster zu „Nosferatu“ und damit auch das Ende der Show geben uns das Zeichen zur Heimreise, immerhin ist morgen wieder früh Tag ist. Da kann ich dann auch die 10 € Fotogebühr auf der Heimfahrt über die Düsseldorfer (ihr Abzocker!) Brücke verschmerzen… Setlist: Iron Throne, War Of Dragons, Stand And Fight, In The Name Of Metal, Satanic Panic, Stormborn, When All Lights Fail, Moria, Battle In The Sky, Fallen Heroes, Nightmares From The Grave, Silver Wings, Metalheads Unite, Dragons Are Forever, Nosferatu

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Gun Barrel/ Universe, Siegburg Kubana 06.01.2017

von honk

Nein, Fortuna war den Kölnern GUN BARREL in den letzten Jahren nicht wirklich hold. Im Sommer 2005 wurde bei Gitarrist und Urmitglied Rolf Tanzius ein Aneurysma festgestellt, das ihn erstmal zu einer Auszeit zwang. Eine kleine Headlinertour durch Europa im April 2016 wurde kurzfristig gecancelt. Aber auch bei den wenigen Liveauftritten konnte die Band selten die Power der vergangenen Jahre entwickeln. GUN BARREL wirkten oftmals spürbar eingerostet.

 

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Helen Schneider - Harmonie, Bonn 22.01.2017

von pistol

Die Zeitmaschine katapultiert mich zurück in das Jahr 1980. Ich war der kleine Junge, der mit großen Augen den Special Guest der Udo Lindenberg „Die Heizer kommen“ Tour bewundert. Diese unvergleichliche Zeit mit einem Backstage Pass hautnah am Geschehen, und sogar noch zwei weitere Tage mit dem ganzen Tross im Kölner Hotel Leonet. Bei der Abreise trug ich Helens Koffer zum Nightliner, und bekam als Dankeschön eine persönliche Autogrammkarte und einen dicken Kuss von ihr. Unvergessliche Momente! Das sind die Gedanken, die mir während der Fahrt zur Bonner Harmonie gerade durch den Kopf gehen. Und heute, ganze sechsunddreißig Jahre später, steht Sie wieder vor mir auf der Bühne in der schnuckeligen Harmonie. Pünktlich beginnt Helen Schneider ihren Gig, ohne Vorband ganz intim mit akustischer Gitarren und Kontrabassbegleitung. Die Harmonie in Bonn ist in meinen Augen die erste Wahl für musikalische Leckerbissen dieser Art. Vor Jahren vom WDR ton-und lichttechnisch optimiert, ist hier jede Show ein Genuss. Heute hat man bewusst die bestuhlte Variante gewählt. Mit zusätzlich kleinen Tischen entwickelt sich eine ganz eigene, ja wirklich intime Atmosphäre. Und Helen strahlt diese wunderbare Aura einer charismatischen Chanteuse aus. Mit silbergrauem Haar und den immer noch strahlenden Augen, präsentiert sie ihre kleinen Geschichten und die wunderbaren Songs aus ihrem letzten Album „Collective Memory“. Das Publikum hängt an ihren Lippen und genießt ihre ausdrucksstarke Stimme. Auch die beiden Musiker Jo Ambross(Gitarre) und Oliver Potratz(Kontrabass) sind allererste Sahne. Eine absolut präzise, ja perfekte akustische Untermalung zu Helens Geschichten die sie in ihren Liedern verpackt. Heute erfahren wir viel über ihre Freundin Linda, den schmerzlichen Verlust ihres langjährigen Ehemanns George Nassar der 2010 verstarb, und all die kleinen und großen Dinge die einem so im Leben widerfahren. Es ist einfach berührend, und auch wenn die Zeiten der Rockmusik bei ihr lange vorbei sind, fasziniert diese Stimme auf ganzer Linie. Ich denke jedoch, heute Abend ist hier außer uns niemand, der Helen aus dieser Zeit noch kennt. Nach guten zwei Stunden erstklassiger Unterhaltung, verabschiedet das anwesende Publikum das Trio mit Standing Ovations. Und direkt nach der Show erscheint die Lady im Saal, um sich mit den Leuten zu unterhalten. Ich erzähle Ihr meine eingangs erwähnte Erinnerung, und sie strahlt mich an und sagt „Ich hoffe du wartest jetzt nicht wieder solange bis zur nächsten Show“. Ist versprochen Crazy Lady! So kaufen wir noch die aktuelle Vinylscheibe, die Helen uns mit einer sehr persönlicher Widmung verziert, und lassen einen wunderschönen Abend ausklingen.  zur Fotostrecke auf flickr

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Dirty Denims - Comeback Show PopEi, Einhoven(NL) 07.01.2017

von pistol

Lange haben wir dem Datum entgegen gefiebert und auf die Umsetzung der guten Nachricht gewartet. The Dirty Denims spielen ihre Comeback Show im PopEi in Eindhoven. Nun fragt man sich warum eine junge Band bereits eine Comeback Show spielt. Ganz einfach, aus gesundheitlichen Gründen musste Basserin Ashley ein Jahr pausieren. Derweil waren die andern Bandmitglieder nicht untätig und rockten als DC/Denims die Bühnen unseres Nachbarlandes. AC/DC Cover sind zwar auch ganz nett, aber eben nicht The Dirty Denims. Und so fahren wir nun Richtung Eindhoven, was sich ab der niederländischen Grenze als ziemliches Schneeabenteuer entpuppt. Aber Rock‘n‘ Roll kennt keine Ausreden, also Augen zu und durch. Wirklich glatt sind allerdings nur die 300 Meter Fußweg vom Parkhaus zur Location. Übrigens ein wunderschönes Restaurant mit Saal, freundlicher Bedienung, liebevoll eingerichtet mit leckeren Burgern und einer Vielzahl an Bierspezialitäten. Pünktlich um halb Neun startet die erste Supportband Code Of Conduct , die heute ihren allerersten Liveauftritt absolvieren. Dafür räumen die Jungs gleich mal so richtig ab, eine Melange aus Kick Ass und Punk die richtig Spaß macht und das Publikum ordentlich vorglüht. Mich erinnert es ein wenig an Blink 182. Außergewöhnlich das Show Konzept, vom Auftreten in Anzug und Krawatte mit dem obligatorischen Aktenkoffer sowie Mindmapping Monitor und Whiteboard auf der Bühne. Wer in einer amerikanisch geführten Firma arbeitet, weiß wovon ich spreche. Als Merch bietet man schließlich den Code Of Conduct Kaffeebecher an. Klasse Premiere der Jungs, und die halbe Stunde Spielzeit ist im Handumdrehen vorbei. Jetzt wird flott umgebaut, und dann geht es auch schon mit Red Devil weiter. In Punkto Innovation hinken die Devils jetzt meilenweit hinter den Jungs von CoC her, sind aber durchaus in der Lage das Stimmungslevel mit ihrem stark an AC/DC orientiertem Mitstampf Rock zu halten. Es hat so ein wenig was von den spanischen Matadoren ’77 , wobei der Leadgitarrist nicht ganz so den Derwisch macht wie der Knabe aus Barcelona. Sauber spielen tun die Jungs allemal, und zocken so eine gute Dreiviertelstunde munter durch den Saal bzw. über die beiden kurzen Catwalks links und rechts von der Bühne. So noch ein leckeres Bierchen zwischendurch, und dann starten The Dirty Denims endlich ihre Show. Die Eröffnungsmelodie von The Donnas „Dirty Denim“ begleitet den Einmarsch stilvoll. Und als hätte es nie eine Pause gegeben, brettern Mirjam, Ashley, Jeroen und Thomas direkt los. Ja da ist er wieder, dieser unbekümmerte Teenager Rock, Happy Hard Rock mit rotzigem Punkeinschlag. Ich danke heute noch Henny Wolter von den Nitrogods, der mir diese Band vor einigen Jahren empfohlen hat. Frontfrau Mirjam explodiert förmlich vor Energie und es gibt wohl kein Fleckchen Bühne auf dem sie nicht abrockt wie die Leibhaftige. Diese Band zelebriert ihr Programm mit so viel Spaß und Spielfreude, dass einfach jeder im Publikum mitgerissen wird. Heute Abend ist natürlich ein ganz besonderer Anlass, und so erscheint als erster Special Guest Ex Basserin Lionne für die beiden Nummern „Baby Let’s Go“ und „Gonna Get It“. Eigentlich sollte auch die zweite Ex-Basserin Sabine einen kleinen Auftritt hinlegen, leider hat sie es aufgrund der Witterung nicht bis zum PopEi geschafft. Der Stimmung tut dies keinen Abbruch und das sympathische Quartett haut einen Gassenhauer nach dem nächsten raus. Im Saal tobt die Menge, ja es wird sogar ein wenig gemosht vor der Bühne. Überhaupt ist Publikumsnähe eine der Paradedisziplinen der Denims. Ob auf der Bühne, auf den Catwalks oder ein direktes Bad in der Menge. Es passiert ständig etwas, und jetzt wird noch einmal schnell das Drumkit umgebaut um eine Einlage der DC/Denims folgen zu lassen. Ja das sind die Songs die wohl jeder kennt egal wie alt oder welche Musik sie oder er sonst so hört. „Thunderstruck“ und „Whole Lotta Rosie“ sind Weltklasse, und mit dem Charisma dieser Mädels und Jungs aus Eindhoven rockt es nochmal so gut. Gleich aber wieder zurück zu den Denims und weiter geht es im Set. Natürlich kommt auch der Ersatzdrummer vom letzten Jahr noch einmal zum Zuge, er musste Thomas ersetzten der auf Weltreise war wenn ich das richtig verstanden habe. Funkensprühende Energie bestimmt von Anfang bis Ende den Auftritt, da muss man einfach mitgehen. Mirjam fegt mittlerweile im Ledermini so gar nicht ladylike über die Bühne, ganz im Gegenteil, hier ist eine Rampensau par excellence am Werk. Also munter weiter im Programm. Und hier ist Volldampf angesagt, inklusive der obligatorischen Wunderkerzennummer als quasi retro Pyrotechnik. Einfach herrlich wie diese Band einen mitreißt. Ich bin schon ganz gespannt auf das neue Album, für das nebenbei erwähnt ein old School Crowdfunding läuft. Soll heißen am Merchstand steht ein Sparschwein bereit, in das jeder seine Beteiligung einwerfen kann! Leider geht natürlich auch die schönste Show einmal zu Ende, natürlich nicht ohne eine lautstark geforderte Zugabe „Hit Me With Your Best Shot“ zu spielen. Und Minuten später stehen die Denims schon am Merch bereit um mit den Fans auf Tuchfühlung zu gehen. Dafür fährt man doch gerne mal 160 Kilometer durch Eis und Schnee. Setlist: Fit In Stand Out, Going Out, Rock’n Roll Victim, What I Like About You, Baby Let’s Go, Gonna Get It, Heartbeat, Money Back Guarantee, Don’t Waste My Time, Black Cross, Thunderstruck, Whole Lotta Rosie, Highway To Hell, Dirty Job, Male Up Your Mind, Hard To Get, 24/7/365, Famous, Hit Me With Your Best Shot Dirty Denims Fotostrecke auf flickr

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Perzonal War, Siegburg Kubana 29.10.2016

von honk

 

20 Jahre PERZONAL WAR. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden. So fanden sich etwa 250 Fans, alte und neue Weggefährten im Siegburger Kubana ein, um sich eine ganz besondere Show der Troisdorfer nicht entgehen zu lassen. Auftritte aller ehemaliger Bandformationen und einige Gastmusiker waren angekündigt. Auf eine Vorgruppe wurde an diesem Abend verzichtet. PERZONAL WAR pur standen auf dem Programm.

 

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Rock Hard Festival Gelsenkirchen

von metalklaus

13.05-15.05.2016. Ein Bericht von Pistol

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