Accept - The Rise Of Chaos

Accept – The Rise Of Chaos (2017)                                                                                                                                     

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Passend zur aktuellen politischen Großwetterlage kommen ACCEPT mit "The Rise Of Chaos", ihrem 15. Studioalbum, um die Ecke. Und wie immer sind die Erwartungen an die Solinger Stahlschmiede nicht grade gering.

Auch im 46. Jahr ihres Bestehens sind ACCEPT keine Kompromisse eingegangen und ihrem traditionellen und stilprägenden Sound in allen Belangen treu geblieben. So sind die Trademarks der Band beim Opener 'Die By The Sword'. Allerdings löst der Song erstmal nicht viel mehr als ein Schulterzucken aus und fällt mit seinem recht belanglosen Riffing eher in die Kategorie „ganz nett“. In dieselbe Richtung geht leider auch 'Hole In The Head'.

Doch wenn man die Scheibe allerdings schon als enttäuschend abtun möchte, zeigen ACCEPT plötzlich ihre ganze Klasse. Mit dem wütenden Titeltrack macht die Band alles richtig und ein mächtiges Fass auf. Sägende Gitarren und insbesondere Mark Tornillos wütender Gesang sorgen für einen absolut mitreißenden Knaller. Das macht dann doch Lust auf mehr.

Leider ist der Midtempostampfer 'Koolaid' nach einem sehr coolen Beginn auf die Dauer des Songs dann doch etwas eintönig geraten. 'Analog Man', ebenfalls ein ACCEPTtypischer Stampfer, macht es dann wieder besser. Wahrscheinlich ein Song, der in  den nächsten Jahren fest zum Livereportoire der Band gehören wird. Auch der coole Rocker 'What´s done is done', die groovende Uptempo-Nummer 'Carry The Weight' oder das abschließende 'Race To Extinction' lassen den schwachen Beginn von "The Rise Of Chaos" schnell vergessen.

So bleibt alles in allem ein gefälliges Album mit vielen Höhen und einigen Schwächen, das durchaus Spaß macht. Besonderen Anteil hieran hat Frontmann Mark Tornillo, der seine Stimme von Scheibe zu Scheibe variabler einsetzt. Fairerweise muss auch gesagt werden, dass "The Rise Of Chaos" mehrere Durchläufe braucht um wirklich zu zünden. Wo sich das Album in der an Klassikern nicht grade armen Discographie von ACCEPT letztendlich einordnen wird, bleibt daher noch abzuwarten.

Honk

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