BäääM-Festival - Volker Raabe (Juni 2014)

Volker Raabe ist vielen Menschen, insbesondere Fans des traditionellen Metal, wahrscheinlich als der Veranstalter des SwordBrothers Festivals in Andernach bekannt. Im Sommer wagt er sich mit dem BäääM im sauerländischen Kierspe auf neues Terrain.

Honk: Im Sommer gibt es kaum ein Wochenende, an dem nicht ein kleines oder größeres Metalfestival lockt. Welche Motivation steckt dahinter, nun mit dem BäääM-Festival ein weiteres Event aufzuziehen?

Volker: Das BäääM sollte eigentlich das Nachfolgefestival des Summers End in Andernach werden. Da es aber kein weiteres Open Air in Andernach geben wird, lag diese Idee erst mal in der Schublade. Ich bekam dann im November 2013 einen Anruf von einem Festivalveranstalter aus dem Sauerland dem ich ein Festival organisieren sollte. Da kam dann die Idee vom BäääM wieder ins Spiel. Ob das Sinn macht oder nicht, kann ich nicht genau sagen.  Jedenfalls hat es im Sauerland sowas noch nicht gegeben und dazu ist das Einzugsgebiet doch recht groß.

Honk:Das Billing kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Du hast mit Grave Digger eine Legende am Start, aber auch viele jüngere Undergroundbands und mit Split Heaven eine Band, die man in diesen Breiten eher selten zu Gesicht bekommt. Nach welchen Kriterien hast du die Bands für das Festival ausgesucht?

Volker: Für diese Veranstaltung kamen dann natürlich solche Institutionen wie Polizei, Ordnungsamt ins Spiel, die überhaupt keine Vorstellung davon haben, was auf die Stadt/Region damit eventuell zu kommt. Also musste ich erst mal alle Spielarten des Heavy Metals darlegen und letztendlich haben wir die Genehmigung mit der Auflage erhalten, beim ersten Mal keine Death oder Black Metal Bands zu buchen. Die Promofotos dieser Bands waren den Damen und Herren dann doch vielleicht zu abschreckend. Und da dann die Alternativen nicht mehr sehr groß waren, haben wir versucht das Billing aus Sleaze, Speed/Thrash/ Power Metal Bands für einen traditionellen Fan zusammenzustellen.

Honk: Autsch! Dabei gab es in den vergangenen Jahren im Sauerland ja bereits diverse kleinere Indoorfestivals, wie zum Beispiel Dragonslayer-Festival oder das Winternachtstraumfestival.

Volker: Ja, Indoor hab ich mit dem Sauerländer Metal Meeting ja auch schon was gemacht. Aber ein Open Air gab´s halt noch nie.

Honk: Stimmt, das ist mir glatt entfallen. Gibt es denn eine Band, auf die du dich persönlich am meisten freust?

Volker: Ja, die gibt es! Definitiv CAGE!

Honk: Du hast eben geschrieben, dass du noch nicht weißt, ob die Veranstaltung Sinn macht. Mit wie vielen Besuchern rechnest du für das BäääM-Festival?

Volker: Auch das ist schwerlich abzuschätzen, da die Sauerländer schon ein eigenes Völkchen sind. Man sagt hier, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Wir hoffen aber auf den Effekt, dass viele der Leute hier den Begriff Heavy Metal in Form eines Wackenberichts schon mal aufgeschnappt haben und sie die Neugierde erst mal zum Festival zieht. 95% aller Kartenvorbestellungen kommen nicht hier aus der Region. Die weiteste Anreise haben momentan Leute aus Brandenburg mit 614km (eine Strecke). Dann kann das Billing so schlecht nicht sein. Wir hoffen auf fürs erste Mal ca.800 Besucher zu kommen.

Honk: Ganz wichtig für ein Open Air: Welche Regelungen gibt es für den Campingplatz? Stichwörter Campingzeiten, Parken neben dem Zelt, Glas oder Getränkebegrenzungen.

Volker: Campen und Parken ist getrennt. Das Festivalgelände dazu nochmal einzeln separiert von diesen. Camping ist frei und das einzige was nicht möglich ist, ist Getränke mit aufs Gelände bringen. Den Rest kann jeder halten, wie er möchte.

Honk: Welche wichtigen Infos benötigt der BäääM-Besucher in deinen Augen sonst noch?

Volker: Die Running Order vielleicht und das es noch einen kleinen Metalmarkt geben wird. Wir arbeiten zudem noch an möglichen Meet and Greet

Honk: Gibt es schon Ideen und Pläne für eine eventuelle Fortführung des Festivals?

Volker: Ja die gibt es. Sollte das Festival halbwegs angenommen werden, versuche ich ab 2015 das SwordBrothers dort zu integrieren, dafür soll dann der Freitag herhalten. Ich habe gestern schon mit dem möglichen Headliner für den Samstag verhandelt.

Honk: Der aber vermutlich leider noch streng geheim ist?

Volker: Zumindest so geheim, dass du es nicht schreiben darfst.

Honk: Das hab ich mir gedacht. Machen wir einen Blick über den Tellerrand: Große Festivals boomen und werden medial zum Livestyle erklärt, bei dem die Musik eher am Rande stattfindet. Gleichzeitig haben sich aber in den letzten Jahren diversen kleinere Open Airs und Indoor-Festivals mangels Zuschauerzuspruch nicht mehr rentiert und wurden abgesagt. Wie beurteilst du als langjähriger Undergroundfestivalveranstalter diese Entwicklung?

Volker: Ich glaube ein Undergroundfestival muss heute alle musikalischen Sparten abdecken (Mischfestival) sonst hast du keine Chance zu bestehen. Das sieht man ja am Ende des SwordBrothers!

Running Order des BääM-Festivals

Freitag/Friday 18.7.2014
ERADICATOR 18:00- 18:40 (40 Minuten)
GLORYFUL 19:00- 19:45 (45 Minuten)
CRAVING 20:05- 21:00 (55 Minuten)
CUSTARD 21:20- 22:20 (60 Minuten)
BULLET 22:40- 00:10 (90 Minuten)
Aftershowparty Open End

Samstag/Saturday 19.7.2014
JAVELIN 11:00 – 11:40 (40 Minuten)
SPLIT HEAVEN 12:00-12:40 (40 Minuten)
DRAGONSFIRE 13:00-13:45 (45 Minuten)
IRON FATE 14:05- 14:50 (45 Minuten)
BILLION DOLLAR BABIES 15:10- 16:00 (50 Minuten)
BLOODBOUND 16:20- 17:10 (50 Minuten)
METAL INQUISITOR 17:30- 18:30 (60 Minuten)
WARRANT 18:50-19:50 (60 Minuten)
CAGE 20:10-21:25 (75 Minuten)
FREEDOM CALL 21:45-23:00 (75 Minuten)
GRAVE DIGGER 23:20-1:20 (120 Minuten)
Aftershowparty Open End

Honk

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