Hornado - Wild Temple

Hornado - Wild Temple (2016)

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"100% analog, 100% old school, pure Metal" versprechen HORNADO aus Bonn auf dem Cover ihrer in Eigenregie veröffentlichten Debüt-CD. Damit reiht sich der Fünfer in die Reihe der jungen Band ein, welche die 80er Jahre zwar oft nur in Ansätzen miterlebt haben, den Musikstil und die Attitüde dieser Zeit aber in der Gegenwart wieder aufleben lassen möchten. Wobei "einreihen" im Fall von Hornado nicht ganz richtig ist. Immerhin ist die Band mit einer zweijährigen Unterbrechung bereits seit 2006 aktiv und hat 2008 bereits die Demo-CD "Heterock Explosion" veröffentlicht.

 

Sympatisch unbekümmert rocken HORNADO mit dem richtig fetten Opener 'Testla Power' und der Bandhymne 'Hornado' nach vorne und laden zum Fistraisen und Headbangen ein. Da stimmt alles und die Songs machen richtig Laune. Mit 'Creature In The Deep' zeigen HORNADO eine ganz andere musikalische Seite. Der Song ist eine klassische Doomhymne. Definitiv nicht schlecht gemacht, aber doch etwas langatmig. Die langsame Gangart steht HORNADO nicht wirklich. Richtig gut ist die Band eben besonders dann, wenn das Gaspedal weiter durchgetreten wird und es etwas schneller und Rock´n´Roll orientierter zur Sache geht. Die folgenden 'Unholy Messiah' und 'Hey Girls' zeigen dies wieder eindrucksvoll. Zum Abschluss servieren HORNADO wie bereits beim Titeltrack mit 'Child In The Cradle Of Gold' nochmal sechs Minuten klassischen britischen Heavy Metal.

 

Das eingangs erwähnte Versprechen halten HORNADO. "Wild Temple" ist ein mehr als guter (Wieder-) Einstand der Band. Lediglich die kautzig-schrägen Chöre beim Titeltrack und 'Child In The Cradle Of Gold' sind etwas gewöhnungsbedürftig. Bleibt zu hoffen, dass die Band dieses Mal am Ball bleibt. Es wäre mehr als schade, wenn es bis zur nächsten CD wieder acht Jahre dauern würde.

 

Honk

 

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