INCERTAIN - RATS IN PALACE

INCERTAIN – RATS IN PALACES (2017)

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Schon nach den ersten Takten dieses höllischen Auswurfs eines Thrash Bastards aus Andernach staune ich nicht schlecht. Das bringen andere Bands erst mit dem dritten oder vierten Album zustande. Eine fette Produktion, messerscharfe und schnelle Riffs, brachiales Schlagzeug Geknüppel und das Ganze kommt trotzdem absolut melodisch rüber. Was für ein fettes Brett, dabei scheint die Band noch absolut jung an Jahren zu sein. Wenn ich mir die Fotos im Netz ansehe, denke ich trotz aller Versuche grimmig dreinzuschauen, eher an eine Himbeerbubenkapelle mit Praktikantin. Sorry nehmt mir das jetzt nicht übel, und seht es absolut wertfrei. Songtechnisch geht es vom ersten Stück an voll auf die Zwölf, und um es vorweg zu nehmen, meine Lieblingsnummer ist „Amok“. Harmlos beginnt das Stück mit einem fast zärtlichem Intro um dann die Hölle losbrechen zu lassen. Dazu allgegenwärtig die fiesen Growls von Liane Walter, Drum Salven wie aus einem Maschinengewehr und geile Solis. Gut ein wenig mehr stimmliche Bandbreite würde dem Ganzen noch so ein kleines Sahnehäubchen aufsetzen, aber wie schon gesagt haben wir hier das Debutalbum vor uns. Ansonsten bieten die 10 Tracks eine brutale Vollbedienung für alle Thrash- und Deathmetal Fans. Textlich verarbeitet man eine Vielzahl an Themen, von Kreuzrittern über Psychopathen, bis hin zur Kritik an den geldgeilen Wirtschaftsbossen unserer Zeit. Absolute Kaufempfehlung für dieses Album, das den etablierten Bands des Genres mit Leichtigkeit das Wasser reichen kann.

 

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