Mindcrime - Bastian (Oktober 2005)

Honk: Es ist ja so, dass wahrscheinlich die meisten Leute, die bei uns auf die Seite gehen, mit Mindcrime ziemlich wenig anfangen können, beschreib doch bitte zuerst mal eure Band, die Musik die ihr macht und wer ihr überhaupt seid.

Bastian: Ähm, Mucke selber beschreiben ist halt immer schwer. Ich würd sie mal grob noch Powermetal nennen, also die Basis ist auf jeden Fall Powermetal, allerdings mit deutlich härteren Zutaten. Also wir haben Blastbeats drin, wir haben ein paar Deathmetal-Vocals drin, wir sind eigentlich offen für alles und halt nur klassischen Powermetal wollen wir auch gar nicht machen. Das ist halt die Musik die wir privat hören, also ich persönlich mag´s schon aber eben nicht jeder. Wir mischen halt alles zusammen und gucken was dabei rauskommt. Also ich denk mal wer Powermetal mag, aber auch mit Bands wie In Flames, Sentenced oder Soilwork was anfangen kann, der müsste mit uns eigentlich auch was anfangen können.

Honk: Ihr seid ja noch Newcomer, MINDCRIME gibt´s ja seit 1999, also seit sechs Jahren. Wie schwer ist es für eine Newcomerband mit eurer Musikrichtung, die ja kaum massenkompatibel ist und kaum Airplay hat, voranzukommen? Gibt´s da groß Wettbewerbe oder Förderer, an die man sich wenden kann?

Bastian: Es kommt ganz drauf an. In der Besetzung spielen wir jetzt seit drei Jahren, dreieinhalb, und es hat eigentlich ganz gut geklappt. Natürlich gibt es Veranstalter und auch Label, also ganz krass ist halt, wenn du dich bei Konzerten bewirbst oder bei Jugendzentren, dann kriegst du dann immer zurück: „Ja, bei uns läuft im Prinzip nur Hardcore und Punk.“ Das geht aber wahrscheinlich vielen Metalbands so. Im Prinzip, solang man uns spielen lässt, spielen wir halt, und wenn’s von fünfzig Leuten zwei gefallen hat, haben wir was gewonnen. So seh ich das. 

Honk: Ein Highlight war dann wahrscheinlich die Europatournee mit Morgana Lefay im Sommer. Ein persönlicher Traum?

Bastian: Natürlich! Also welche Newcomerband träumt nicht davon auf Tour zu gehen, mit ner Band die man vielleicht musikalisch auch selber noch mag. Also war ne hammer Erfahrung, auf jeden Fall.

Honk: Und gibt’s dann auch irgendwelche Highlights auf der Tour. Ist das für ne Newcomerband auch so ein Rock´n´Roll-Klischee: Groupies, wilde Partys und Hotelzimmer auseinandernehmen? Ist das so?

Bastian: Ne, natürlich trinkt man sich abends sein Bier und das wird auch mal eins mehr. Aber im Endeffekt muss man gerade als Newcomer relativ professionell sein, weil als Newcomer hast du für viele Leute eine Chance, wenn du dann scheiße bist, dann interessierst du die nicht mehr. Natürlich macht man dann seine Party und krumme Sprüche sind auch an der Tagesordnung und mal ein bisschen Terror, aber im Wesentlichen wir sind halt da um die Musik zu machen, und das ist das Wichtigste.

Honk: Eure Pläne für die Zukunft jetzt nach der Tour? Wie sieht´s aus mit ner neuen CD, ist da irgendwas in Planung?

Bastian: Ja, wir spielen jetzt dieses Jahr noch, ich glaub sieben oder acht Konzerte, und dann gehen wir Anfang nächstes Jahr ins Studio um die neue CD aufzunehmen. Die soll dann im Frühjahr, wenn alles klappt März/ April 2006 rauskommen.

Honk: Letzte Frage: Der Slogan „Sex, Drugs, Rock ´n´Roll“, kannst du damit persönlich was anfangen oder ist der eigentlich heutzutage bedeutungslos?

Bastian: Ja Rock ´n´Roll muss ja sein, das ist ja quasi die Voraussetzung von allem. Drogen kann ich persönlich nichts mit anfangen, mal abgesehen von den paar Bierchen zwischendurch ja und Sex, ja, schadet ja nicht.

Honk

Zurück