PINSKI – SOUND THE ALARM

PINSKI – SOUND THE ALARM (2018)

https://www.pinskimusic.com/

 

Erscheinungsdatum 27.04.2018

Grimmig schaut mich das Display meines CD Players an, weil die darin liegende CD zum gefühlten 150zigsten Mal läuft, und wahrscheinlich denkt er: Wer zur Hölle ist Pinski? Nun musikbegeisterte Zeitgenossen wissen, das sich hinter diesem Namen die Kölnerin Insa Reichwein verbirgt. Aufgrund ihres lebhaften Charakters bekam sie diesen Spitznamen während ihres Studiums, und wurde ihn nie wieder los. Also warum nicht gleich die Band genauso nennen. Nach einigen selbstveröffentlichten EP’s und Singles liegt nur endlich das erste Album in voller Länge vor. Ein Plattenvertrag mit dem Label SOULFOOD macht es möglich. Wer jetzt das zarte Mädel auf dem Cover sieht, stilsicher mit akustischer Gitarre, ist eventuell der Versuchung erlegen, hier ein empfindsames Seelchen mit sanftem Saitengeflirre zu hören. Ja Leute, da muss ich euch leider enttäuschen. Hier wird pure Energie freigelegt, bluesiger Indie Rock mit einfallsreichen Arrangements, teilweise progressiven Elementen und Pinskis facettenreiche Stimme, die schreit und singt als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal ein wenig wie eine frühe Anouk zu „Nobodys Wife“ Zeiten. Die Akustikklampfe wird bis auf äußerste gefordert, verzerrt und rockt bis die Saiten glühen. Wer sie schon einmal live erlebt hat, weiß welche Rampensau in ihr steckt. Dazu eine Band die ihresgleichen sucht, Ian Alexander Griffiths an der E-Gitarre, Chris Streidt am Bass und Stephan Schöpe am Schlagzeug sind eine perfekt aufeinander eingespielte Einheit, die sich vor keinem verstecken muss. Mit „Sound The Alarm“ ist hier ein qualitativ hochwertiges Stück Musik entstanden, das abwechslungsreicher nicht sein könnte. Vom kraftvollen Rocker „Fire“ oder „Letter Of Regret“ über sanftere Töne wie die absolute Emotionsnummer „Stay Alive“ mit feiner Gitarrenarbeit, oder das getragene „ Light Calling“ ist hier für jeden etwas dabei. Ein Album das Spaß macht, und den Hunger auf mehr weckt. Schon der Opener „Ugly Side“ der mit einer Mischung aus Slidegitarre und Southern Rock beginnt, um dann in eine treibenden Rocker überzugehen lässt keine Zweifel an der Marschrichtung aufkommen. Die elf Stücke überzeugen mich allesamt, und ich kann es kaum erwarten Insa und ihre Jungs live zu erleben.

Pistol

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