Red Poison - Red Poison

Red Poison – Red Poison (2016)

http://www.redpoisonband.de

 

Glam Metal, Sleaze Rock, Hair Metal ist der Sound, dem sich RED POISON aus Rostock verschrieben haben. Legendäre Bands wie MÖTLEY CRÜE, aber auch aktuelle Formationen wie KISSIN´ DYNAMITE oder STEEL PANTHER dienen akustisch und optisch als Orientierung. Und mit dieser Marschrichtung hat der Vierer bereits einiges erricht: Auf ein Bandtraining an der Rostocker Rock- und Popschule 2012 folgte 2014 die Finalteilnahme am landesweiten School Jam. Weitere zwei Jahre später präsentiert die Band nun ihre selbstbetitelte Debüt-CD.

 

Mit 'Escalation' als Opener macht man schonmal alles richtig. Das rockt von der ersten Minute. Und der passagenweise kreischende Gesang im Stil von BULLETs Hell Hofer zeigt, dass man in Sachen Frontmann mit Robert Deströyer genau die richtige Person in der Band hat. So kann es weitergehen... Was es aber nicht macht.

Leider gehen RED POISON der Schwung und die Energie stellenweise arg verloren. Die Band nimmt das Tempo massiv raus. Die Songs werden braver, im Fall von '(We Don´t Need) More Lies' auch schon viel zu brav, und austauschbarer, der Gesang oft viel zu flach, die eben gelobten Kreischparts finden nicht mehr statt. Hinzu kommt, dass viele Songs schlicht den entscheidenden Moment zu lang sind. Eigentlich gut komponierte Tracks werden so schnell zu langatmig und dümpeln vor sich hin ihrem Ende entgegen. Erst kurz vor Ende der Scheibe blasen RED POISON mit 'Attack' nochmal richtig zur Attacke und lassen es nochmal brennen.

 

Neben zwei wirklich geilen Songs liefert "Red Poison" so leider eine ganze Menge an halbgarer Ware. Schade, denn an guten Ideen mangelt es nicht, so dass man der Band durchaus Potential bescheinigen kann. Um oben mitspielen zu können, müssen RED POISON aber noch einige Baustellen am Songwriting beseitigen. Und auch produktionstechnisch sollte man bei den nachfolgenden Alben insbesondere beim Gesang mehr rausholen.

 

Honk

 

 

 

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