Riff Raff - Riff Raff Performs Abba Rock´n´Roll Mutation Vol. 1

RIFF RAFF – RIFF RAFF PERFORMS ABBA ROCK´N´ROLL MUTATION VOL.1 (2006) Die Abbamania geht durch´s Land und macht auch vor härteren Musikgefilden nicht halt. Nach einem Tributesampler und der CD von BLACK SWEDEN ist "RIFF RAFF performs ABBA Rock´n´Roll Mutation Vol.1" bereits die dritte mir bekannte CD, welche den Versuch unternimmt, ABBA-Songs in ein härteres Gewand zu kleiden. Das dies nicht immer ganz einfach ist, zeigen die beiden erstgenannten Scheiben, denen ich nicht wirklich viel abgewinnen konnte. Bei den Berliner AC/DC-Fanatikern RIFF RAFF, deren, in Eigenregie auf den Markt geworfene, CD bei mir momentan so ziemlich in Dauerrotation läuft, sieht die Sache aber ganz anders aus. Hierbei wird nämlich nicht auf Teufel komm raus versucht, zehn der größten ABBA-Hits (u.a. 'The Winner Takes It All', 'Super Trooper' Dancing Queen', 'Money, Money, Money') dem eigenen Sound anzupassen und möglichst hart klingen zu lassen. Vielmehr gehen die fünf Musiker mit genügend Fingerspitzengefühl an die Sache ran. So bleiben die für ABBA charakteristischen Melodien, die ich zugegebenermaßen teilweise recht geil finde, erhalten. Trotzdem schafft man es, den Songs einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Zwei Gitarren bringen den für AC/DC typischen Boogie hinein, während das Schlagzeug im Hintergrund für den nötigen Bumms sorgt. Daneben gibt´s auch einige Anleihen, die einen ganz klaren Bezug zu den Australiern herstellen, wie z.B. die „Ois“ im Hintergrund von 'Super Trooper'. Dass der Sound natürlich auch ganz klar an AC/DC angelehnt ist, ist eigentlich schon nicht mehr erwähnenswert. Einziger Kritikpunkt ist die zu raue Stimme von Sänger Steve, die nicht so recht zum Gesamtbild passen will. Sei´s drum: Die Scheibe ist der Hammer! Soviel Spaß habe ich selten mit Coversongs gehabt und auch alle übrigen Personen, die bis jetzt in den Genuss dieser CD kamen, haben zuerst etwas verwirrt geguckt, bevor sich in ihrem Gesicht ein Lächeln abzeichnete, dass bis zum Ende der Scheibe angehalten hat. Ein unverzichtbarer Bestandteil für jede halbwegs anständige Party. Bleibt zuletzt nur die Frage: Was wäre aus ABBA geworden, wenn sie eine andere Instrumentierung und einen etwas anderen Stil gehabt hätten?

Honk

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