Secutor - Executor

Vier Jahre nach dem Erstlingswerk "Stand Defiant" servieren SECUTOR mit dem Nachfolger "Executor" den nächsten Gang. Mit dem personellen Wechsel in der Band, Peter Cüsters ersetzte im letzten Jahr Bobby Bald am Gesang, hat sich auch der Stil der Band etwas gewandelt. Zwar sind die thrashigen Roots weiterhin nicht zu überhören, mit deutlich variablerem und melodischerem Gesang sind SECUTOR aber eher im klassischen Heavy Metal, denn im partytauglichen, aber trotzdem brachialeren Thrashmetal unterwegs.
Und die Spielbreite dieses Genres nutzen die fünf Herren gekonnt auf hohem Niveau aus und lassen ein ums andere mal überrascht aufhorchen.

Schnellere thrashigere Stücke wie der Opener 'Into Danger', der das Album mit wuchtigen Schlägen einläutet, 'Destination Intoxination', dem Titeltrack oder einem Brecher der Marke 'In The Hole' passen zur gewohnten stilistischen Ausrichtung der Band. Mit 'Between Gods And Men' betreten SECUTOR allerdings musikalisches Neuland. Ein siebenminütiges, sich step-by-step steigendes Epos kannte man von den Koblenzern bis dato noch nicht. Auch das wütend-groovende 'Shapeshifter' ist für SECUTOR eher ungewohnt. Hinzu kommen außerdem die derbst nach vorne rockende Moppedhymne 'Speedkings' (mein persönlicher Favorit auf "Executor") und das lässige 'Whiskeytrain'. Und mit 'Strung Out', im Original vom 2008er STEELPREACHER-Output "Drinking With The Devil", haben SECUTOR auch ihre erste Coverversion im Gepäck. Da man sowieso eng miteinander verbandelt ist, liegt es hierbei natürlich nahe, dass STEELPREACHER-Sänger Preacher bei der Nummer am Gesang mitwirkt.

Auch soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. "Executor" kommt angenehm ungeschliffen, aber dennoch druckvoll und nicht platt aus den Boxen und wirkt so sehr authentisch.

Eventtipp: Am 25.01.2020 feiern SECUTOR ihr neues Album mit ERADICATOR und einer anständigen Sause im Koblenzer Florinsmarkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Honk

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